Freibad-Eröffnung wieder verschoben
Foto: Aundrup
Dauerbaustelle: Wieder hat das Planungsbüro die Eröffnung des Freibads nach hinten verschoben. Es soll nun nicht, wie zwischenzeitlich geplant, im August eröffnen, sondern erst im Oktober. Ob das tatsächlich klappt, darauf will sich die Stadt Harsewinkel aufgrund der Erfahrungen mit dem Planungsbüro nun nicht mehr festlegen.
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„Gemäß des wieder einmal angepassten Bauzeitenplans soll die Fertigstellung nun am 9. Oktober sein“, zitiert der Fachgruppenleiter Christoph Dammann, der im Rathaus für das Projekt zuständig ist, aus der E-Mail des Planungsbüros. Der Ärger über die Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro wächst damit im Rathaus noch weiter an.

Verwaltung fehlt das Verständnis

„Aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit dem Planungsbüro wollte ich mir den 28. August noch einmal verbindlich als Eröffnungstermin bestätigen lassen. Als mir dann mitgeteilt wurde, dass es noch Abstimmungsbedarf gebe, habe ich mit einer weiteren Verzögerung bereits gerechnet. Dass es sich dabei um eineinhalb Monate handeln würde, war für mich selbst im Worst-Case nicht vorstellbar“, so Dammann. Seiner Meinung nach gebe es dafür auch keinen Grund, außer dem, dass der Termin im August schlichtweg Augenwischerei gewesen sei. In den vergangenen Wochen sei nichts passiert, was eine solche zeitliche Verzögerung ergeben hätte, so Dammann. Ihm fehle es mittlerweile an jeglichem Verständnis.

Schon mehrfach hatte die Verwaltung mitgeteilt, dass es insbesondere bei der Erstellung der Ausschreibungen und zu Beginn der Bauarbeiten an fachlicher und organisatorischer Kompetenz der eingesetzten Mitarbeiter des beauftragten Planungsbüros gemangelt habe. Diese Mängel hätten im Laufe der Baumaßnahme nur durch einen deutlich höheren qualifizierten Personaleinsatz wieder wett gemacht werden können, sagt Dammann. „Dies ist aber zu spät, in viel zu geringem Umfang und leider nur sporadisch erfolgt“, so Dammann weiter. Aus diesem Grund hatte die Verwaltung bereits Anfang des Jahres Kontakt zu einer Rechtsberatung aufgenommen, die die Stadt Harsewinkel in diesem Fall berät.

Bei allem Ärger sei der Verwaltung aber eines besonders wichtig: „Was insbesondere die an der Sanierung beteiligten örtlichen Unternehmen teilweise in Sachen Flexibilität und Eigeninitiative auf sich genommen haben, ging deutlich über das vertraglich Geschuldete hinaus. Ich weiß nicht, wie weit wir heute wären oder wie teuer es geworden wäre, wenn diese Firmen nicht auf Planungsfehler hingewiesen oder auf den ursprünglichen Bauzeitenplan bestanden hätten“, sagt Dammann.

Nach Fertigstellung Testlauf erforderlich

Gemäß des nun vorliegenden Bauzeitenplans sollen die reinen Bauarbeiten Mitte September abgeschlossen sein. Bevor das Freibad dann für die Öffentlichkeit geöffnet werden kann, ist ein mehrere Wochen dauernder Probebetrieb durchzuführen. Dazu gehört außer der ersten Beckenfüllung auch der sogenannte Färbeversuch, die Wasseranalytik sowie die Prüfung und Einstellung der Maschinen und Geräte.

Ob das Freibad im Anschluss an die geplante Fertigstellung am 1. Oktober geöffnet wird, darauf will sich die Verwaltung nach eigenen Angaben noch nicht festlegen. „Dazu müssen der Bauablauf und die Abnahme auch in der Realität so reibungslos verlaufen, wie es der aktuelle Bauzeitenplan vorsieht“, sagt Christoph Dammann, der im Rathaus für die Sanierung des Freibads zuständig ist. Entscheidend für die Verwaltung sei nach den neuesten Erkenntnissen umso mehr, dass das Projekt noch in dem bewilligten Förderzeitraum abgeschlossen wird. Dazu gehöre nicht nur die bauliche Fertigstellung, sondern auch, dass die Maßnahme schlussgerechnet und vom Fördermittelgeber überprüft wurde. Das alles muss bis zum 31. Dezember erfolgt sein.

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