Gesundes Kita-Essen statt süße Eiscreme
Bild: Aundrup
Ein gutes Team seit vielen Jahren: Koch Bernard Krupa und die Geschäftsführerin von „Strammer Max“, Goscha Kosiarska, in der neuen Großküche.
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Goscha Kosiarska hat klein angefangen: mit dem Imbiss „Strammer Max“ an der Hauptstraße in Greffen. 2014 war das.

2015 erster Cateringauftrag

Schon ein Jahr später kam der erste Cateringauftrag des St.-Johannes-Kindergartens.  „So fing alles an“, berichtet die 42-Jährige. Zuerst belieferte sie rund 40 Kinder mit einem Mittagessen. Nach und nach kamen immer mehr Kitas und Schulen im Kreis Gütersloh hinzu.

Im Imbiss wurde es zu eng

Irgendwann wurde es zu eng in dem Imbiss mit rund 150 Quadratmetern. Die Greffenerin schaute sich nach neuen Räumen um. Sie wurde an der Behringstraße fündig, wo vorab die Firma Gourmet-Eis ihren Sitz hatte. Rund 320 Quadratmeter stehen Goscha Kosiarska und ihrem mittlerweile siebenköpfigen Mitarbeiterteam dort zur Verfügung.

Koch Bernard Krupa von Anfang an dabei

Von Anfang an, also seit 2014, ist Koch Bernard Krupa dabei. Gemeinsam mit seiner Chefin stellt er die wöchentlichen Menüpläne zusammen. „Wir kochen gesund, frisch und saisonal“, sagt Goscha Kosiarska.

Freitags ist Fischtag

 Die drei täglichen Menüs, die sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung orientieren, wechseln wöchentlich. Montags ist immer Eintopf- und Suppentag, freitags – ganz klassisch – Fischtag. Zweimal pro Woche gibt es Fleisch- und zweimal vegetarische Gerichte, und immer Obst oder einen Nachtisch, etwa Orangencreme oder Bananenquark. Und mittwochs ist Backtag. Dann werden Möhrenkuchen und Co. zusätzlich aufgetischt.

„Ein enormer logistischer Aufwand“

Manche Kinder essen nur vegetarisch, andere nach der arabischen Esskultur Halal (tabu ist etwa Schweinefleisch, aber darauf verzichtet der „Stramme Max“ sowieso). Für wieder andere muss gluten- oder laktosefrei gekocht werden. „Das ist ein enormer logistischer Aufwand“, so die Geschäftsführerin. Die Essen müssen einzeln ausgezeichnet werden. Auf den Deckeln der Thermoboxen steht, an welche Kita oder welche Schule die Menüs geliefert werden müssen.

Proben werden täglich eingefroren

 Von den in der Großküche zubereiteten Mahlzeiten friert das Team täglich Rückstellproben ein, die gekennzeichnet und mit dem Datum versehen werden – um damit das einwandfreie hygienische Arbeiten nachzuweisen.

Seit 17. Lebensjahr in der Gastronomie

Bernard Krupa, der seit 35 Jahren als Koch arbeitet und unter anderem in Restaurants in Hamburg, im Ruhrgebiet und auf den ostfriesischen Inseln Baltrum, Norderney und Wangerooge tätig war, und Goscha Kosiarska, die seit ihrem 17. Lebensjahr in der Gastronomie beschäftigt ist, wissen, was den Kindern besonders schmeckt: Spaghetti Bolognese, logisch, oder auch Hähnchenschnitzel mit Kartoffelpüree und Erbsen und Möhren.

„Wir bereiten alles selbst zu“

Was kommt beim Nachwuchs nicht so gut an? Die Antwort kommt von beiden aus dem Effeff: Eintöpfe und einige Gemüsesorten. Hin und wieder stehen auch Hamburger und Pizza auf der Speisekarte. „Das lieben die Kinder“, sagt Goscha Kosiarska, die selbst drei Kinder hat und weiß, wovon sie spricht. Wichtig ist ihr, dass alles frisch gekocht wird. „Wir bereiten alles selbst zu. Wir schneiden die Salate und machen auch die Dressings selbst“, so die 42-Jährige, die auch eng mit der Abteilung Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Kreises zusammenarbeitet. In der Küche packen alle Mitarbeiter mit an und bei der Auslieferung ebenfalls.

Kapazitätsgrenze bei 900 Essen erreicht

Bernard Krupa ist morgens meist der Erste in der Küche. Er fängt gegen 7 Uhr an. Die Auslieferung an die Kitas und Schulen muss bis 11.30 Uhr erledigt sein. Zum Großmarkt muss die Chefin nicht: „Unsere Waren aus der Region werden angeliefert.“ Derzeit werden täglich rund 600 Essen ausgeliefert. „Wir könnten noch aufstocken. 800 bis 900 Essen sind aber eine gesunde Grenze, die wir mit zusätzlichem Personal meistern könnten. Dann kommen wir an unsere Kapazitätsgrenze. Schließlich haben wir einen Qualitätsanspruch“, sagt Kosiarska, die ihren Job liebt: „Ich freue mich, wenn es den Kindern schmeckt.“

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