Gockel Constantin verleiht Flügel
Melanie Hölscher mit Gockel Constatin.

„Mit dem Konzept der Offenheit und Begegnung bietet das ambulant betreute Wohnprojekt Lärchenweg in Harsewinkel gute Voraussetzungen, die dort wohnenden Menschen individuell in allen Lebensbereichen, aber auch Lebensabschnitten zu begleiten“, sagt Gerhard Birth, der bei der Lebenshilfe den Bereich Wohnen leitet. So ist es eine besondere Herausforderung unter ambulanten Rahmenbedingungen, Menschen, die nicht mehr arbeitsfähig sind, eine sinnvolle und befriedigende Tagesstruktur zu bieten. Die Idee, Tiere zu halten, um den Behinderten eine neue Aufgabe und sinnvolle Beschäftigung zu geben, wurde von den Mietern des Lärchenwegs jetzt begeistert aufgenommen. Gertrudis Keller, Teamleiterin des Ambulanten Betreuten Wohnens der Lebenshilfe Gütersloh, zauberte zunächst ein Kaninchen und einen Stall aus dem Hut. Wenig später waren es dann schon zwei Langohren, die liebe- und verantwortungsvoll von den betreuten Menschen versorgt wurden.

Fachkundige Anleitung

Josef Schöne und Ulrich Riewe, Nachbarn des Wohnprojekts, sowie Mitglieder des Rassegeflügelzuchtvereins Harsewinkel griffen die neue Idee der Hühnerhaltung auf und spendeten spontan einen Hahn mit dem Namen Gockel Constantin und vier Hennen. Dabei handelt es sich um birkenfarbige Zwerg-Niederrheiner. Doch vor dem Frühstücksei stand die Arbeit. In einer Wochenendaktion wurde mit gemeinsamen Kräften der Untergrund für einen Hühnerstall gepflastert, der in der darauf folgenden Woche errichtet wurde. Anfang dieser Woche war es dann soweit. Gebührend wurden das Richtfest des Hühnerstalls und der Einzug der gefiederten Bewohner gefeiert. Sofort nahmen die Mieter des Wohnprojekts ihre neue Aufgabe an und sorgten für Futter, Wasser und allgemeines Wohlbefinden des Federviehs, was die Tiere mit wohlwollendem Gegacker kommentierten. Als Rentner wird Friedhelm Gerdes, Mieter am Lärchenweg, künftig das Geflügel versorgen. Aber auch alle anderen Mieter werden sich nach Kräften daran beteiligen. Dabei werden sie nicht nur von den Mitarbeitern des ambulanten Diensts begleitet, sondern erhalten auch fachkundige Anleitung von den beiden Experten Ulrich Riewe und Josef Schöne.

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