Greffener Gerätehaus: Umbau beendet
Bild: Aundrup
Sind froh, dass der Um- und Anbau des Greffener Feuerwehrgerätehauses an der Hauptstraße nun abgeschlossen ist: (v. l.) Löschzugführer Alfons Hennemann, seine Stellvertreter Markus Laumann und Michael Johanndeiter, Andreas Harneke von der Hochbauabteilung der Stadt und Architekt Norbert Ströer.
Bild: Aundrup

Eine Führung für die Presse durch das nach der Erweiterung nun fast doppelt so große Gerätehaus steht an diesem späten Nachmittag an. Und sie sind alle da: Löschzugführer Alfons Hennemann (55), seine beiden Stellvertreter Markus Laumann (34) und Michael Johanndeiter (36), Architekt Norbert Ströer sowie Andreas Harneke von der Hochbauabteilung der Stadt.

„Alles sieht aus wie aus einem Guss“

Was gleich auffällt: „Alles sieht aus wie aus einem Guss. Für den Anbau haben wir den alten Klinkerstein genommen“, sagt Andreas Harneke. Dann geht es los: Geparkt wird jetzt auf den Stellflächen im hinteren Bereich des Grundstücks an der Hauptstraße. Hinten befindet sich auch der neue Haupteingang.

Vieles automatisiert

Wird Alarm ausgelöst, öffnet sich die Tür automatisch, und das Licht geht an, ohne erst einen Schalter drücken zu müssen. „Früher musste der erste Feuerwehrmann erst noch aufschließen“, sagt Alfons Hennemann. Da jede Sekunde im Einsatzfall zählt, wurde vieles automatisiert, so wie es im Brandschutzbedarfsplan gefordert wird. Im Ernstfall – wie am Donnerstagmittag beim Strohballenbrand – biegen die Männer scharf links in die Umkleide ab. Die bisher einzige Frau im Löschzug nimmt die nächste Tür ein paar Meter weiter. „Vor dem Um- und Anbau haben wir uns noch hinter den Einsatzfahrzeugen umgezogen. Das erlauben die Vorschriften nicht mehr“, erklärt Alfons Hennemann.

Umziehen in nur 30 Sekunden

Die Alltagsklamotten aus, die Feuerwehruniform an – das dauert in der Regel nur 30 Sekunden, berichtet Markus Laumann. „Von der Auslösung des Alarms bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir im Fahrzeug sitzen, dürfen nur vier Minuten vergehen“, so Laumann. Bleiben noch vier weitere Minuten bis zum Einsatzort – auch das ist vorgegeben.

Auf Monitor stehen die wichtigsten Fakten

Wer umgezogen ist, eilt in die Fahrzeughalle. Auf einem Monitor stehen die wichtigsten Fakten. Ein Beispiel: Zimmerbrand an der Straße XY. Auch auf einer Karte wird angezeigt, wo sich der Einsatzort befindet. Wird die Adresse dann auch automatisch aufs Navigationsgerät im Einsatzfahrzeug übertragen? „Ja, bei unserem neue Einsatzleitwagen funktioniert das schon so. Bei den alten Fahrzeugen allerdings noch nicht“, sagt Alfons Hennemann beim Rundgang durch das um- und angebaute Gebäude. „Auch innen ist alles neu“, berichtet Architekt Ströer. Er spricht von geplanten Gesamtkosten von 1,25 Millionen Euro. „Und damit werden wir hinkommen“, sagt Ströer.

Grünanlagen sind im September dran

Innen sind die Arbeiten soweit abgeschlossen. Die Grünanlagen sind im September dran. „Vorher macht das keinen Sinn. Wenn es noch mal richtig heiß wird, dann können wir noch mal von vorn anfangen“, sagt Andreas Harneke von der Stadtverwaltung. Der Stein mit St. Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehr, ist auch in den Grünanlagen zu finden. Er ist nicht neu, aber er ist gewandert – von der einen Seite auf die andere.

Alte Sandsteintafel wieder eingebaut

Ebenfalls alt ist die Sandsteintafel, die bis zum Abbruch des früheren Feuerwehrgerätehauses auf der gegenüberliegenden Straßenseite im Giebel eingemauert war. Die Tafel mit der Aufschrift „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ hat nun einen neuen Platz im Flur des Gerätehauses gefunden.

Neue, neongelbe Helme

Noch etwas ist anders: Die meisten der Feuerwehrleute haben schon die neuen, neongelben Helme im Spind und nicht mehr die eierschalenfarbenden aus Leichtmetall. Die neuen sind schnell einstellbar und bieten mehr Schutz, weil sie auch die Ohren abdecken. Außerdem leiten sie keinen Strom, weil sie aus Kunststoff sind.

Kinder bedauern Ende der Bauzeit

Es gibt aber durchaus auch einige, die bedauern, dass die Bauarbeiten jetzt vorbei sind. Wer? Das sind die Kinder aus der Awo-Kita Regenbogen gleich nebenan. Sie standen immer hinter dem Zaun und haben den Baufortschritt verfolgt. „Aber wir bieten ihnen auch weiterhin ein Showprogramm, wenn wir Einsätze fahren“, sagt Markus Laumann mit einem Augenzwinkern.

Ein einsatzstarkes Jahr

2019 ist bisher ein sehr einsatzstarkes Jahr – bislang mussten die Ehrenamtlichen 24 Mal ausrücken. „In einem normalen Jahr sind es insgesamt 30 Einsätze“, so Laumann, der deutlich macht, dass der Umbau nur aufgrund der Vorgaben des Brandschutzbedarfsplans erfolgt ist – und nicht, weil es die Feuerwehr so wollte.

Offizielle Eröffnung am 31. August

Offiziell eröffnet wird das Greffener Gerätehaus am Samstag, 31. August. Die Heilige Messe beginnt um 17 Uhr im Gerätehaus. Um 18 Uhr folgt die Einweihung mit der musikalischen Unterhaltung von M-Tune.

Feuerwehrfest an zwei Tagen

Das Feuerwehrfest startet dort um 20 Uhr, mit DJ, mit Unterhaltung vom Spielmannszug In Treue fest und mit einer Feuershow von der Gruppe Feuerblut. Auch eine Verlosung ist geplant. Am Sonntag, 1. September, geht es ab 11 Uhr mit einem Tag der offenen Tür weiter. „Wir bieten dann auch Führungen durch das Gerätehaus an“, sagt der stellvertretende Löschzugführer Michael Johanndeiter. Außerdem gibt es eine Fahrzeugschau, Kinderbelustigung, Brandschutzaufklärung sowie ein Quiz für Kinder. Ab 15 Uhr werden Kaffee und selbstgebackener Kuchen im Gerätehaus angeboten. Um 16.30 Uhr folgt die Siegerehrung des Malwettbewerbs der St.-Johannes-Grundschule und um 17 Uhr die Auflösung des Brandschutz-Rätsels mit Auslosung. Musikalische Unterhaltung bietet das Blasorchester Heimatland. Für Essen und Getränke ist gesorgt. Der Eintritt ist an beiden Tagen frei.

SOCIAL BOOKMARKS