Greffener Skater machen Luftsprünge
Bild: dpa
Luftsprünge können die Skater in Greffen machen: Die marode Skaterbahn an der St.-Johannes-Schule, die aus Sicherheitsgründen vor einem Jahr stillgelegt wurde, soll saniert werden.
Bild: dpa

 Dann schickte Simon die Liste an die Bürgermeisterin. Am Dienstagabend berieten die Politiker des Planungs- und Bauausschusses darüber und gaben grünes Licht für die Sanierung der Bahn. Während die Stadtverwaltung dazu tendierte, nur die Asphaltfläche rund um die Skaterbahn an der St.-Johannes-Grundschule für 40 000 Euro zu sanieren und die Anlage selbst nicht zu erneuern (Kosten: 5000 Euro), unterstützten die Lokalpolitiker das Anliegen des zwölfjährigen Simon Köster. Andreas Gerhard von der CDU betonte: „Wir sollten die Skateranlage erneuern. Es gibt nur drei Stellungnahmen, die dagegen sprechen. Das reicht nicht.“ Damit ging der Christdemokrat darauf ein, dass sowohl die Verantwortlichen der Grundschule, Ortsheimatpfleger Norbert Schmitfranz als auch die älteren Jugendlichen aus dem Jugendtreff Alte Mühle für einen Abbau der Anlage plädieren.

Standort der Anlage bleibt bestehen

„Die Sanierung hat meine volle Unterstützung“, so Johannes Sieweke (UWG). Und auch Ralf Dräger (SPD) befürwortete den Vorstoß der Greffener Kinder: „In dem Ort gibt es nicht so viele Angebote für Kinder und Jugendliche. Jetzt war die Skateranlage aus Sicherheitsgründen ein Jahr stillgelegt. Wenn sie wieder in Schuss ist und die Pflasterung auch, wird sie auch wieder genutzt, da bin ich mir sicher.“ Klaus Hanfgarn (Grüne) sprach sich zwar für die Sanierung, aber auch für einen neuen Standort aus („Das ist eine dunkle Ecke“). Er konnte sich damit aber nicht durchsetzen. „Bevor die Anlage 1998 errichtet wurde, ist schon lange über die Standortfrage diskutiert worden. Dort an der Schule ist sie gut untergebracht, weil das Skaten ja auch nicht lautlos über die Bühne geht“, sagte Gerd Schnell (SPD). Konrad Borgmann (UWG) betonte, dass die Umfragen bei den älteren Jugendlichen über 16 Jahren schlecht gelaufen sei: „In dem Alter skaten die Jugendlichen nicht mehr. Ich frage ja auch nicht im Kindergarten nach, ob sie ein Altenheim brauchen.“ Er hatte die Lacher auf seiner Seite. Und die Abstimmung fiel einstimmig aus – pro Skaterbahn-Sanierung und pro Asphalt-Erneuerung der Fläche drum herum.

SOCIAL BOOKMARKS