Greffener will „bester Autofahrer“ werden
Bild: Aundrup
In seinem Fahrschulwagen, einem VW T-Roc: Der Greffener Ralf Wienströer hat es bis ins Finale des Wettbewerbs „Deutschlands beste Autofahrer“ geschafft.
Bild: Aundrup

Ernst wird es für den Fahrschullehrer aus Greffen und seine  Kontrahenten am Freitag, 22. November, im ADAC-Fahrsicherheitszentrum Berlin-Brandenburg in Linthe. Dann geben die Finalisten in Theorie und Praxis Vollgas für den Titel Deutschlands beste Autofahrer. Die Aktion wird von der Zeitschrift Auto Bild und weiteren Partnern organisiert.

Drei Vorrunden

Insgesamt gab es drei Vorrunden, in denen die Teilnehmer ihr Können hinter dem Steuer testen konnten: im Heide-Park in Soltau, bei der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt und in der Autostadt in Wolfsburg.

Dass Ralf Wienströer überhaupt teilgenommen hat, ist Zufall. Im Sommer unternahm der Greffener einen Ausflug mit seiner Frau Steffi und den Kindern Jana und Lea in den Heide-Park Soltau. Gerade an dem Tag fand dort eine der Vorrunden statt.

„Ich wollte ja lieber weiter Karussell fahren, aber ...“

„Ich wollte ja lieber weiter Karussell fahren, aber meine Töchter haben mich überredet teilzunehmen“, erzählt Ralf Wienströer im Gespräch mit der „Glocke“. Und Tochter Lea strahlt ganz stolz. Zuerst musste der Greffener seinen Führerschein vorlegen und pusten. Mit 0,0 Promille konnte er starten.

Was dann folgte, war eine Theorieprüfung. 30 Fragen galt es zu beantworten. Während viele schon an dieser ersten Hürde scheiterten, konnte der 42-Jährige punkten. 0 Fehler. „Das waren Fragen aus der normalen Führerscheinprüfung“, erzählt der Greffener.

Auto-Dart! Auto – was?

Auch in der Praxis lenkte er die verschiedenen Seat-Modelle sicher und zügig über den Parcours. Drei Aufgaben galt es im Titelkampf zu bewältigen. Los ging es mit Auto-Dart. Auto – was? An der Beifahrerseite eines SUV war ein Stab montiert, der nach dem Abbremsen möglichst auf der Mitte einer auf dem Boden liegenden Dartscheibe stehen sollte. „Das war nicht ohne. Du siehst den Stab nicht. Dabei ging es einzig und allein ums Gefühl“, erzählt Ralf Wienströer, der sich in dieser Disziplin 60 Punkte aufs Konto steuerte.

Ein Wettlauf mit der Zeit

Rückwärts einparken – beidseitig links und recht – das war die nächste Herausforderung, die es zu meistern galt. Und zwar ohne die aufgestellten Hütchen und aufgeblasenen Autodummies zu berühren. Dafür hatten die Teilnehmer drei Minuten. Ein Wettlauf mit der Zeit. Aber kein Problem für den Fahrschullehrer aus Greffen.

Nach gut einer Stunde war alles gelaufen

Aufgabe Nummer drei: beschleunigen auf einer gewässerten Kunststoffbahn und dabei diversen Hütchen ausweichen. Zwei Versuche, bei denen Ralf Wienströer einmal 55,4 Kilometer pro Stunde erreichte und einmal 62,28. Auch die Hütchen ließ er dort stehen, wo sie aufgebaut waren. Nach gut einer Stunde war alles erledigt.

Versprochen ist versprochen: „Ich höre mit dem Rauchen auf“

Und Familie Wienströer konnte wieder umsatteln auf die Karussells. Obwohl alles rund gelaufen ist, hat der Greffener nicht damit gerechnet, ins Finale zu kommen. Der 42-Jährige schmunzelt: „Deshalb habe ich meiner Tochter Jana auch versprochen, dass ich mit dem Rauchen aufhöre, wenn ich es bis in die Endrunde schaffe. Das muss ich jetzt natürlich auch machen, aber erst nach dem Finale.“

„Ich möchte nicht letzter werden“

Vor wenigen Tagen bekam Wienströer, der vor elf Jahren die Fahrschule von Ewald Amsbeck übernommen hat, die Nachricht, dass er es in die letzte Runde geschafft hat. Von Donnerstag, 21. November, bis Samstag, 23. November, geht es für ihn nach Berlin. Am Freitag, 22. November, ab 19 Uhr stellt sich heraus, ob er der beste Autofahrer Deutschlands ist. Sein Ziel: „Ich möchte nicht letzter werden.“

Unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, ehrt Auto Bild gemeinsam mit den Partnern die Preisträger der gemeinsamen Initiative für mehr Sicherheit auf Deutschlands Straßen. Die Siegerehrung findet im Journalisten-Club im Axel-Springer-Haus in Berlin statt. Dresscode: sportlich-elegant. Die Moderation übernimmt Autoexpertin, Fernsehmoderatorin und Motorsportlerin Lina van de Mars.

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