Großes Interesse an Gewerbegebiet
Bild: Darhoven
Erklärten, was im Gebiet Auf den Middeln konkret geplant ist: Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide und Stadtplaner Reinhard Pawel.
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 Und zwar von Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide (SPD) und Stadtplaner Reinhard Pawel in der Aula des Gymnasiums. Auf der grünen, 40 000 Quadratmeter großen Wiese sollen künftig nicht nur 48 Baugrundstücke entstehen, sondern auch ein Gewerbegebiet. Die Firma Hujer-Lasertechnik plant dort eine Betriebserweiterung („Die Glocke“ berichtete). Das Unternehmen muss sich aufgrund eines Großauftrags aus der Automobilindustrie mit seinen Produktionsstätten erweitern. „Wenn wir so eine Anfrage bekommen, müssen wir reagieren und nach Lösungen suchen, um die Betriebe in Harsewinkel zu halten“, betonte Sabine Amsbeck-Dopheide. Gleichzeitig machte Reinhard Pawel deutlich, dass der Stadt die Anregungen der Bürger wichtig seien. „Deswegen haben wir auch frühzeitig zu dieser Informationsveranstaltung eingeladen“, so Pawel. Der Bebauungsplan wurde während der Informationsveranstaltung rege diskutiert. Größtenteils meldeten sich Anwohner aus dem Umfeld, die durch Gewerbenutzung erhöhte Lärmbelästigung befürchten. Reinhard Pawel: „Wir haben im Vorfeld Fachleute beauftragt, um zu erfahren, ob unzumutbare Geräuschkulissen zu erwarten sind. Nach intensiver Prüfung lautete das Ergebnis, dass die Synthese Bauen und Wohnen unter Berücksichtigung des Emissionsschutzgesetzes auf der Fläche möglich ist.“ Der Stadtplaner erklärte den Zuhörern die gesetzlichen Lärmschutz-Rahmenbedingungen und erläuterte die geplante Straßenführung. Lärmbedenken entkräftete Geschäftsführer Erhard Hujer. Sämtliche Anlieferungen und Befüllungen von Schrottbehältern würden in der Halle durchgeführt, so dass kaum Lärmbeeinträchtigungen zu erwarten seien. Es kam auch die Frage auf, ob nicht leer stehende Gebäude wie das der ehemaligen Firma Pauli genutzt werden können. Dazu die Bürgermeisterin: „Das Firmengelände gehört nicht der Stadt. Daher können wir darüber auch nicht verfügen.“ Eine Nachfrage, warum nicht Flächen im Bereich der Dieke genutzt werden, beantwortete Sabine Amsbeck-Dopheide damit, dass oftmals die Eigentümer ihre Grundstücke nicht verkaufen wollten. Über den Bebauungsplan wird am 3. April im Planungs- und Bauausschuss beraten und am 8. April in der Ratssitzung entschieden.

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