Gute Stimmung rund um die Osterfeuern
Kleines, aber feines Osterfeuer: Franz-Josef Söte und sein Gehilfe Joris auf der Lucia-Wiese in Harsewinkel.

So waren nicht nur einige Hundert Zuschauer beim Osterfeuer von Frank Johannsmann auf der Wiese am Jägerhof dabei. Auch am Römerweg in Greffen versammelten sich die Menschen an verschiedenen Stellen zum geselligen Beisammensein im Feuerschein.

Richtig Pech hatte dagegen Edgar Heitmann, Inhaber der Kneipe Zum Emstal. Sein fleißig zusammengetragener Holzhaufen wurde bereits Samstagnacht von Randalierern angezündet. Die Feuerwehr konnte zwar mehr als die Hälfte des Stapels durch einen größeren Löscheinsatz retten, doch das nasse Holz ließ sich am Ostersonntag kaum entfachen.

Trotz des Einsatzes von Gasbrenner und Laubbläser entstand keine richtige Flamme, sondern nur eine triste, große Rauchwolke. Die mehr als 300 Besucher ließen sich den Abend aber nicht vermiesen.

Gute Stimmung vermeldete auch die Kolpingsfamilie Harsewinkel. Unter der Leitung des Vorsitzenden Franz-Josef Söte wurde auf der Wiese hinter dem St.-Lucia-Pfarrheim ein eher kleines Feuer entzündet. Mehr als 50 Gemeindemitglieder sangen dort auch Osterlieder. Für die musikalische Begleitung sorgten 25 Musiker des Kolpingorchesters.

Am traditionellen Riatern zur Osternacht beteiligten sich zwölf Kolpingmitglieder und Angehörige der zweiten Kompanie der Bürgerschützen. Der Osterweckruf begann um 3 Uhr ab der Lucia-Kirche. Während des Weckmarsches sangen die Männer nicht nur das traditionelle Lied „Stout up, stout up, Christus der Herr is auk up stoun“, sondern sorgten mit vier großen Rasselbrettern (Riatern) auch für ohrenbetäubenden Lärm.

Das Osterfeuer am Abend wurde mit einer Flamme der Osterkerze aus der Pfarrkirche entzündet, das in einer Laterne aus der dunklen Kirche getragen wurde. Die brennende Kerze symbolisiert „Christus als Licht der Welt“.

In Marienfeld haben die Mitglieder der Kolpingsfamilie am Alten Sportplatz ein Osterfeuer entzündet. Präses Pater Gottfried setzte das Holz gemeinsam mit einigen Kindern in Brand. Musikalisch wurde die Veranstaltung vom Blasorchester mitgestaltet. An einer eigens eingerichteten kleinen Feuerstelle wurde das beliebte Stockbrot bebacken.

„Wir hatten diesmal ein eher kleines Osterfeuer, denn unsere Strauchschnittsammlung hat nicht so viel ergeben. Die Leute waren aufgrund der Kälte noch nicht im Garten“, erläuterten Alfred Bisping, der Vorsitzende der Marienfelder Kolpingfamilie, und sein Stellvertreter Thomas Austermann. Lediglich 15 Haushalte hatten Strauchgut und Spenden beigesteuert. Aufgrund der Kälte war der angebotene Punsch bei den mehr als 250 Besuchern stark nachgefragt. Außerdem gab es gegrillte Würstchen, die ebenfalls heiß begehrt waren.

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