Harsewinkeler fahren zur Kanzlerin
Bild: Aundrup
Erleben die Bundeskanzlerin hautnah: Die Sternsinger der St.-Lucia-Gemeinde vertreten das Bistum Münster am 7. Januar beim Empfang bei Angela Merkel in Berlin. Sara Mönig (14, v. l.), Maja Feuerborn (14), Pastoralreferent Matthias Mönig, Damian Guil-Lebron (13) und Linus Czech (13) reisen bereits am 6. Januar in die Hauptstadt.
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Als Vertreter des Bistums Münster. Einmal die Bundeskanzlerin hautnah erleben – wie kommen die jungen Harsewinkeler zu dieser Ehre? Pastoralreferent Matthias Mönig löste ein Preisrätsel, dessen Lösung das Wort „Wir“ war. Er schickte die Antwortkarte an das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ in Aachen – und die Harsewinkeler wurden ausgelost, das Bistum Münster zu vertreten. „Das hatten wir bisher noch nicht, daher freuen wir uns riesig auf den Besuch bei der Bundeskanzlerin. Das ist etwas ganz Besonderes“, sagt Matthias Mönig, der Sara, Maja, Damian und Linus ins Bundeskanzleramt begleiten darf. Die beiden Betreuerinnen Doris Uekötter und Petra Meier zu Wickern fahren zwar mit nach Berlin, dürfen aber nicht beim Empfang dabei sein.

Mit dem Bus der Bundespolizei zum Bundeskanzleramt

Überhaupt: Alles ist genau geregelt und getaktet. Am Sonntag, 6. Januar, reisen die Harsewinkeler mit dem Zug nach Berlin. Alle 108 Sternsinger aus den 27 deutschen Bistümern sind in der Jugendherberge Ostkreuz untergebracht. „Abends werden die Sternsinger auf den Empfang vorbereitet“, berichtet der Pastoralreferent. Nach dem Frühstück geht es am 7. Januar in Sicherheitsbussen der Bundespolizei zum Bundeskanzleramt. „Dort wird es eine Sicherheitskontrolle wie bei einem Check-in am Flughafen geben. Es dürfen auch keine Glasflaschen mitgebracht werden“, weiß Matthias Mönig. Der Empfang, bei dem Lieder wie „Wir gehören zusammen“, „Seht ihr unsern Stern dort stehen“ oder „Es ist Sternsingerzeit“ angestimmt werden, dauert von 11 bis 13.30 Uhr, Mittagessen inklusive. Ob die Kanzlerin gemeinsam mit ihnen isst, wissen die vier Schüler noch nicht. Und auch das ist noch unklar: Eventuell müssen die Sternsinger der St.-Lucia-Gemeinde auch etwas vorlesen. „Das erfahren wir jedoch erst am Abend vorher“, erzählt Maja im Gespräch mit der „Glocke“.

„Die Aufregung kommt bestimmt noch“

„Wir können der Bundeskanzlerin auch die Hände schütteln und Fotos mit ihr machen“, sagt Linus, der sich schon auf diesen außergewöhnlichen Ausflug freut, wie er sagt. Nervös ist er (noch) nicht. Schließlich hatte er in den vergangenen Tagen auch ganz andere Dinge – wie Klassenarbeiten – im Kopf. „Die Aufregung kommt bestimmt noch, wenn wir erst einmal in Berlin sind“, vermutet der 13-jährige Gymnasiast und grinst.

Wer beim Empfang der Bundeskanzlerin in welche Rolle schlüpft, welche Gewänder die Harsewinkeler Sternsinger tragen werden und mehr lesen Sie in der Samstagsausgabe der „Glocke“.

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