Honigernte im Jubiläumsjahr hervorragend
Bild: Schäfer
Mit einer sogenannten Windel überprüfen die Imker (v.l.) Manfred Müller, Theo Brockmeyer und Helmut Klein den möglichen Befall der Stöcke mit Varoa-Milben.  
Bild: Schäfer

„Wir hatten vom Honigertrag her eine hervorragende Ernte“, sagt der Vorsitzende des inzwischen 47 Mitglieder zählenden Vereins. Seine Vorstandskollegen Theo Brockmeyer und Helmut Klein stimmen ihm zu. Zweimal hätten die Imker im Frühjahr vor der Lindenblüte ernten können. „Manche ein drittes Mal nach der Rapsblüte“, informiert Klein. Der Vorsitzende Müller schätzt, dass rund 18 Kilogramm Honig pro Bienenvolk erreicht wurden. Ganz so viel wird die Sommerernte nicht bringen, sind die drei Fachmänner überzeugt. Das Wetter sei nicht optimal gewesen und die Blüten der Pflanzen seien sehr schnell verwelkt. Da bleibt den Bienen nicht viel Zeit zum Sammeln. Generell befinden die Imker, dass es kaum noch Klee gebe, den die Tiere nutzen können. Und Löwenzahn mache sich ebenfalls rar. Nicht nur auf die Ertragsmenge wirke sich das aus, sondern auch auf den Geschmack des Honigs. „Linde schmeckt ein bisschen minzig“, so Müller. „Löwenzahn eher ländlich“, sagt Brockmeyer und lacht. Hinweis auf die in diesem Jahr kurze Blüte gebe auch die Farbe des Honig bei der Sommerernte; „Der ist sehr dunkel“, sagt der Vorsitzende und zeigt auf ein Glas. Grund sei, dass viel Blatthonig enthalten sei: Läuse würden das Grünzeug anfressen, Blattsaft trete aus und eben diesen würden dann auch die Bienen nehmen.

Überprüfung auf Varoa-Milbe

Zu der regulären Imker-Arbeit gehört auch das Überprüfen der Stöcke auf einen Befall durch die Varoa-Milbe. Seit Jahrzehnten ist sie Thema – und wird es auch wohl noch bleiben. Frühzeitig behandelt, bestehe aber eine Chance auf das Überleben der Bienen, sind sich die Fachleute einig. Aktuell bereiten sich die Tiere auf den Winter vor, resümieren die Vorstandsmitglieder. Von Winterschlaf ist bei den Harsewinkeler Imkern keine Spur: Nicht nur, dass es die Sommerernte zu verarbeiten und die Frühjahrsernte in Gläser abzufüllen gilt. Die Jubiläumsfeier steht für den 23. Oktober an. Ist diese in erster Linie auf geladene Gäste ausgerichtet, freut sich der Verein aber über Anmeldungen von Interessenten zum zweiten Teil der Aktion „Backen und Kochen mit Honig“, die am Montag, 3. Oktober, stattfindet. Die Aktiven hoffen auf so gute Resonanz wie bei den bisherigen Jubiläumsaktionen, beispielsweise dem Honigschleudern oder einem Vortrag über Heilmittel aus Bienenprodukten.

SOCIAL BOOKMARKS