Hühnermoor im Wechsel der Jahreszeiten
Bild: Möllenbrock
Ein Prachtexemplar: Auf dem Juni-Kalenderblatt ist unter anderem eine blaugrüne Mosaikjungfer-Libelle zu sehen.
Bild: Möllenbrock

 Immer dabei hat er seine Kamera. Gut 600 Bilder hat er in den vergangenen zwei Jahren geschossen. Daraus ist jetzt ein Fotokalender für das Jahr 2013 entstanden. „Das Hühnermoor hat mich schon immer fasziniert. Seitdem ich vor zwei Jahren in den Ruhestand gegangen bin, ist die Fotografie mein Hobby geworden“, erzählt der Marienfelder im Gespräch mit der „Glocke“. Da es kaum Literatur über das Marienfelder Naturschutzgebiet gibt, möchte der 64-Jährige 2013 ein Buch über das Hühnermoor schreiben – mit Fotos und fundierten Texten. „Der Kalender ist eigentlich ein Abfallprodukt“, sagt der Marienfelder und lacht. Ein Abfallprodukt sieht anders aus: In dem hochwertig gestalteten Fotokalender sind zahlreiche Bilder vom Hühnermoor zu sehen. Das Titelbild zeigt einen Rehbock. „Gerade auf solche Motive muss man teilweise lange warten“, berichtet Egon Möllenbrock, der Seite um Seite des Kalenders umschlägt: Im Januar 2013 erwärmen Schneebilder das Herz des Betrachters. „Die Fotos sind 2010 entstanden, als das Hühnermoor über mehrere Wochen weiß eingehüllt war“, sagt der 64-Jährige und blättert weiter zum Februar, der mit „Unterwegs bei eisig kalter Witterung“ betitelt ist und Eisflächen zeigt. Das erinnert Egon Möllenbrock an seine Jugend: „Wir haben Eishockey im Hühnermoor gespielt, allerdings improvisiert mit Holzstöcken. Schläger gab es nicht.“

Klebrige Hörnling ein Hingucker

Die Kälte des Winters ist im Nu vergessen, schlägt man die März-Seite in Möllenbrocks Kalender auf: Die Natur erwacht – ebenso wie im April. „2012 haben im April schon die Sumpfcalla geblüht. Es war schon ziemlich warm“, sagt der Marienfelder, der im Monat Mai einen Rehbock und Ricken im Moorgebiet zeigt. Bunt wird der Juni mit Libellen-Arten. Die auffälligste ist die blaugrüne Mosaik-Jungfer. „Ein Prachtexemplar“, findet der 64-Jährige, der im Juli das Hühnermoor im Sommerkleid zeigt. Vielfältig wird es im August. Im September sprießen die Pilze. Ein Hingucker: der Klebrige Hörnling. Im Oktober wird aus Grün Rot. Die Farbspiele der Gräser faszinieren – vor allem mit dem blauen Himmel als Kontrast. Grau in Grau, mit rostbraunen Farbtupfern und einem leichten Dunst über dem Moor, kommt der November daher. Im Dezember legt sich sanft eine Schneedecke über das Naturschutzgebiet. Der Kalender ist für 25 Euro zu haben. Nähere Informationen gibt es bei Egon Möllenbrock, Telefon 05247/8773.

Weitere Informationen über das geplante Buch lesen Sie in der Dienstagsausgabe.

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