Hundertfacher Jagdhornklang im Klosterhof
Bild: privat
Als Vize-Meister treten die Harsewinkeler Es-Horn-Bläser am 3. Juni beim Bundeswettbewerb an, den sie im Marienfelder Klosterhof ausrichten. Unser Bild zeigt die Gruppe beim Wettbewerb 2010 in Weimar.
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Und die Harsewinkeler Jagdhornbläser sind nach dem zweiten Platz bei der Meisterschaft vor zwei Jahren in Weimar jetzt heiß auf den Titel. Nach dem NRW-Landeswettbewerb am 5. und 6. Mai auf Schloss Nordkirchen – den die Harsewinkeler zum vierten Mal in Folge gewinnen wollen – ist der Entscheid auf Bundesebene die zweite Bewährungsprobe innerhalb von vier Wochen für die Es-Horn-Gruppe im Jagdhornbläserkorps des Hegerings Harsewinkel.

Die 22 Musiker, unter ihnen 6 Frauen, blasen mit ihren beeindruckenden Parforcehörnern – die, wickelte man sie auseinander, eine Gesamtlänge von 4,50 Metern hätten – in der anspruchsvollsten Klasse. Konzertante Jagdmusik wird am 3. Juni im Marienfelder Klosterhof erklingen. Bei Josef Füchtenkord (66, kleines Bild), der

26 Gruppen aus 9 Bundesländern sowie eine aus Luxemburg sind für den Bundeswettbewerb im Es-Horn-Blasen, der alle zwei Jahre stattfindet, gemeldet. Zum Auftakt gestaltet das Harsewinkeler Jagdhornbläserkorps am Samstag, 2. Juni, eine Hubertusmesse in der St.-Lucia-Kirche. Sie beginnt um 18 Uhr. Anschließend sind alle Teilnehmer in den „Jägerhof“ eingeladen.

Der Wettkampftag beginnt am Sonntag, 3. Juni, um 10 Uhr mit der Begrüßung im Garten des Klosters Marienfeld. Eine halbe Stunde später tritt die erste Gruppe auf der Bühne im Klosterhof vor die fünf Wertungsrichter. Vorzutragen sind drei Stücke, zwei aus einer vorgegebenen Auswahl und ein frei zu wählendes. Beköstigt werden die Teilnehmer durch ein Büfett im Klosterhof sowie Kaffee und Kuchen im Pfarrheim St. Marien. Den ganzen Tag über werden Führungen durch den Klostergarten angeboten.

als Landesobmann der Jagdhornbläser im Jagdverband NRW und als Leiter der Harsewinkeler Es-Horn-Gruppe den Bundeswettbewerb koordiniert, haben sich insgesamt 27 Gruppen aus neun Bundesländern sowie aus Luxemburg angemeldet.

„Das sind rund 400 Bläser, die wohl noch einmal mindestens so viele Schlachtenbummler mitbringen“, rechnet Füchtenkord mit 800 bis 1000 Gästen von auswärts. Hinzu kommen die heimischen Zuhörer. Viele Teilnehmer werden mit Bussen anreisen (die dann bei Bruno Kleine parken), doch viele übernachten auch von Samstag auf Sonntag. „Die Hotels in Harsewinkel sind so gut wie ausgebucht“, weiß Füchtenkord.

Das Wochenende beginnt mit einer Hubertusmesse am Samstagabend in der St.-Lucia-Kirche. Der Wettbewerb startet am Sonntag um 10.30 Uhr. Ein spektakuläres akustisches wie optisches Erlebnis wird das Abschlussblasen sein, zu dem sich nach 16 Uhr alle Teilnehmer versammeln werden. „Wahnsinn“, freut sich der Organisator schon jetzt.

Die Jagdhornbläser sorgen für Speis’ und Trank. Auch Tage vorher werden sie alle Hände voll zu tun haben: „Bühne und Tische aufbauen, Zelte und Stühle aufstellen, den Klosterhof absperren und so weiter“, zählt Füchtenkord auf. Er ist sich der Unterstützung des über 100 Mitglieder starken Jagdhornbläserkorps’ sowie befreundeter Vereine sicher.

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