Investoren Wind aus den Segeln nehmen
Bild: Frerick
Vorerst soll es bei dem einen Vorranggebiet an der Steinhäger Straße in Harsewinkel bleiben.
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Damit ist ein aktueller Antrag, wonach ein modernes Windrad an der Kölkebecker Straße 22 entstehen sollte, vom Tisch. Die beantragte Vorrangfläche wird von den Politikern und vom Fachbüro Kortemeier und Brokmann mit Sitz in Herford als ungeeignet bewertet. Auch weitere Anträge sollen mit Verweis auf den bestehenden Flächennutzungsplan der Stadt abgelehnt werden.

Neuer Erlass

Sobald allerdings der neue Windenergieerlass veröffentlicht ist, sollen die bestehenden Bewertungskriterien, die auf das Jahr 2002 zurückgehen, überprüft werden. Möglicherweise werden die Abstands- und Imissionsauflagen gelockert. Ein Büro soll ein Angebot für ein neues Gutachten vorlegen. „Wir sollten erst die neue Gesetzgebung abwarten, bevor wir handeln“, machte die Ausschussvorsitzende Gunhild Hinney (SPD) deutlich. Johannes Sieweke (UWG) betonte, dass erneuerbare Energien nach Japan sicherlich eine andere Priorität hat. Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide (SPD) konnte das bestätigen: „Es gibt immer wieder Anfragen von Interessenten, die Windkraftanlagen in Harsewinkel betreiben wollen.“

„Das ist naiv“

Dieter Berheide (CDU) erinnerte an die Belastungen durch die Anlagen für die Anlieger und die Natur. „Wir müssen schauen, was der neue Erlass bringt. Um ein neues Gutachten werden wir dann nicht herumkommen. Schließlich wollen wir rechtlich auf der sicheren Seite sein.“ Einzig und allein Klaus Hanfgarn (Grüne) wollte dem Investor an der Kölkebecker Straße gleich grünes Licht geben. „Das ist naiv. So einfach geht das nicht. Wir haben einen Flächennutzungsplan“, konterte Gunhild Hinney.

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