Kämpferische Reden bei der CDU
Bild: Poetter
Daumen hoch: Die CDU hat am Dienstagabend im Saal Poppenborg die 16 Direktkandidaten sowie die Reserveliste für die Kommunalwahl vorgestellt.
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54 stimmberechtigte  Parteifreunde waren gekommen. Insgesamt zählt die Harsewinkeler CDU aktuell 330 Mitglieder. Nachdem die Bewerber für die Wahlbezirke in den drei Ortsteilen schon vor Wochen nominiert worden waren, erfolgte mit der Einladung zur Mitgliederversammlung quasi der offizielle Startschuss in den Wahlkampf. Gewählt wurden nicht nur die Bewerber plus Ersatzkandidaten für die 16 Wahlbezirke, sondern auch die Reserveliste der Harsewinkeler CDU. Fünf Wahlbezirke seien neu besetzt worden, so Wensing. Sie verwies auf die gute Mischung von Jung und Alt – quer durch alle Berufe. „Wir wissen, wie der Bürger tickt“, erklärte sie. Alle Kandidaten seien in Vereinen verankert. Zudem würden in den Ortsteilen regelmäßig Veranstaltungen stattfinden. Wensing: „Wir sind Ansprechpartner und Kümmerer zugleich.“

Wahlkampf ohne Plakate

Bevor die Mitglieder zum Stift greifen konnten, hatten die Direktkandidaten Gelegenheit, sich kurz vorzustellen. Jüngste auf der Bewerberliste ist die 39-jährige Pamela Westmeyer. Zu den Vorschlägen des Vorstands zur Besetzung der 16 Wahlbezirke zur Kommunalwahl und zur Besetzung und Reihenfolge der Reserveliste gab es am Dienstag weder abweichende Vorschläge noch Gegenkandidaten. Gewählt wurde in geheimer Listenwahl – und zwar mit Ergebnissen, die für sich sprachen: Alle Kandidaten wurden mit großer Mehrheit gewählt. Die Reserveliste führen Dr. Angelika Wensing, Heinz Bünnigmann und Klaus Thiemann an. Die Christdemokraten wollen in diesem Jahr zur Wahl antreten, ohne zu plakatieren. Ein diesbezüglicher Antrag habe im Rat keine Mehrheit gefunden, so Wensing: „Wir werden das aber trotzdem so durchziehen. Die CDU wird andere Schwerpunkte setzen.“ Kämpferisch waren auch die Worte von Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU), der als Gast an der Mitgliederversammlung teilgenommen hatte. Der Landrat würdigte die Bereitschaft von Bürgern zu kandidieren und Verantwortung zu übernehmen. Das sei heute nicht mehr selbstverständlich. Dass der Kreis Gütersloh Zukunfts-, Wirtschafts- und Wachstumsregion sei, sei nicht zuletzt dem Einsatz der CDU zu verdanken, erklärte er. Der Landrat kritisierte den Stärkungspakt Stadtfinanzen der nordrheinwestfälischen Landesregierung als „verrückte, sozialistische Maßnahme“.

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