Karibische Musik mit christlicher Botschaft
Bild: Darhoven
Christliche Lebensfreude pur: Die stets freudestrahlende Judy Bailey begeisterte am Freitag mit einem tollen Konzert in der Mehrzweckhalle, das jedoch nur schwach besucht war.
Bild: Darhoven

Trotz eines vielfältigen Angebots rund um hochkarätige Musik, Gespräche, Gebete, Musical, Kinder- und Familienprogramme, einer Brandprozession und eines großen Festgottesdiensts hätte die Anteilnahme aus der Bevölkerung deutlich größer sein dürfen. So sieht es zumindest Pfarrer Martin Liebschwager von der evangelischen Kirchengemeinde Harsewinkel.

Und er hat recht, denn wer vor allem den wirklich tollen Auftritt der niederrheinischen Sängerin Judy Bailey (49) und Band am Freitagabend verfolgt hat, weiß, warum der Geistliche betrübt war. Lediglich 140 Besucher fanden sich am sechsten Tag des Stadtkirchentags in der Mehrzweckhalle ein, um mit der in London geborenen und auf Barbados aufgewachsenen Sängerin, Komponistin und Musikerin christlicher Popmusik ein Konzert zu feiern, das Stadionqualität hatte.

Dabei kam heraus, das rund 99 Prozent der Anwesenden Judy Bailey erstmals hörten und nur ein geringer Anteil die Sängerin bereits kannte. „Oh, das ist schön, denn außer alten Bekannten habe ich damit 99 Prozent neue Freunde. Und mit Euch allen gemeinsam möchte ich hier heute einen kuscheligen Abend feiern“, so die Sängerin.

Und so vielfältig wie auch das Programm des Stadtkirchentags war, so abwechslungsreich war auch das zweistündige Konzert. Ausgestattet mit einer beeindruckenden Stimme sorgten Judy Bailey und die fünf aus Großbritannien, Kolumbien und Deutschland stammenden Musiker, zu denen auch „einer der tollsten, intelligentesten und attraktivsten Männer der Band“, ihr Ehemann Patrick Depuhl, gehörte, für viel Tanz in der Mehrzweckhalle. Anlass war ein gemeinsames „Lockermachen“ im Stil von rhythmischer Tanzgymnastik, die die nachfolgenden jamaikanisch-karibischen Bewegungen nach dem Lied „Jesus is on the Move“, unbeschwerter machten.

Bereichert wurde das Ganze durch die chorische Begleitung der Besucher. Zwischen dem treibenden „Rise like a Champion“, „Hello Jesus“, „Pray on“ und den von flottem Reggae und afrikanischen Rhythmen erfüllten „Surrounded“ und „Time for Change“ bestimmten aber auch das melancholische „Home“ und „Hold Us Together“ sowie das rockig-pulsierende „Been Getting Stronger“ den Abend.

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