Kinder machen Rabatz für Klimaschutz
Bild: Aundrup
Eisbären sind zu Sinnbildern der Gefahren geworden, die vom Klimawandel ausgehen. Deshalb haben Finni (3. v. l.), die Initiatorin der Demo, und ihre Freundinnen auch Eisenbär-Masken selbst gebastelt. Damit weisen sie auf das schwindende ewige Eis hin.
Bild: Aundrup

 Im Rahmen der Aktion „Fridays for Future“ demonstrieren sie eine Stunde lang – auch vorm Rathaus. Und dabei sind sie mit ihren vielen Plakaten auch nicht zu übersehen. „Stoppt den Müll“, „Lasst die Gelbe Tonne hungern“, „Wir sind jung und brauchen die Welt“, „Unsere Erde gibt es nur einmal“ oder „Ihr macht unsere Welt kaputt“ – diese und andere Mahnungen sind auf den Schildern zu lesen, an denen die Grundschüler in dieser Woche gearbeitet haben.

Eine Bewegung, die jetzt auch Harsewinkel erreicht

Inspirieren lassen sich die Grundschüler von der 16-jährigen schwedischen Schülerin Greta Thunberg, die mit ihrer Forderung für eine konsequente Klimapolitik international Beachtung findet. Daraus ist die globale Bewegung „Fridays for Future“ geworden. Eine Bewegung, die jetzt auch Harsewinkel erreicht.

Was für die Welt Greta ist, ist für Harsewinkel Finni

Was für die Welt Greta ist, ist für Harsewinkel die zehnjährige Viertklässlerin Finni Diening. Im Rahmen der Lesewoche „Meine, deine, unsere Umwelt“ haben sich die Kardinal-von-Galen-Schüler im Februar mit dem Thema Umwelt und Müll beschäftigt – und auch selbst recherchiert. „Dabei ist Finni im Internet unter anderem auf eine hilflose Schildkröte mit einem Plastikstrohhalm in der Nase und auf das Foto eines gestrandeten Wals mit Plastik im Bauch gestoßen. Diese und andere Bilder haben sie emotional sehr getroffen“, berichtet Schulleiterin Monika Scharf. Die Fotos lassen das Mädchen nicht mehr los. Und so ist es auch die Zehnjährige, die die Demonstration Ende dieser Woche anstößt.

Kinderparlament entscheidet demokratisch über Demo

 „Am vergangenen Freitag hat das Kinderparlament unserer Schule, dem unter anderem die Klassensprecher angehören, einstimmig und demokratisch beschlossen, dass wir uns beteiligen sollen“, erzählt Monika Scharf. Und so hat die Schulleiterin die einstündige Demo bei der Kreispolizeibehörde angemeldet. „Das ist ein Projekt unserer Schule – vorher und nachher findet ganz normal der Unterricht statt“, erklärt Monika Scharf. Und somit ist bei der Aktion auch nicht die Schulpflicht tangiert.

Mit Eisbär-Masken auf dem Gesicht

Also, los geht es im Namen des Klimaschutzes: Vom Schulhof führt der Weg der Schüler, die von der Polizei begleitet werden, zum Rathaus – und von dort zur St.-Lucia-Kirche (Scharf: „Schließlich geht es darum, die Schöpfung zu bewahren“) und zurück zur Grundschule. Finni, die Initiatorin, und ihre Freundinnen mittendrin. Mit Eisbär-Masken auf dem Gesicht. Denn auch das haben die Kinder im Vorfeld der Demo gelesen: Eisbären sind zu Sinnbildern der Gefahren geworden, die vom Klimawandel ausgehen.

Was Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide zum Engagement der Kinder sagt, lesen Sie in der Samstagsausgabe der „Glocke“.

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