Kunstrasen lädt zum Toreschießen ein
Bild: Scheffler
Grifftest auf dem erneuerten Kunstrasenplatz am Prozessionsweg: (v. l.) Markus Neukötter (Firma Heiler), Martin Uekötter (Stadt Harsewinkel), Frank Nobbe (Landschaftsarchitekten Wolf) und Platzwart Gerd Niewöhner.
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Das Premierenspiel auf dem Belag bestreitet Fußball-B-Ligist Anadoluspor Harsewinkel.  Bei der Abnahme am Freitagmorgen begrüßte Martin Uekötter von der Stadtverwaltung die an der Neuverlegung beteiligten Verantwortlichen: Frank Nobbe vom Landschaftsarchitekturbüro Wolf aus Rietberg, Markus Neukötter von der ausführenden Firma Heiler Sportplatzbau aus Bielefeld und Gerd Niewöhner, Platzwart der TSG Harsewinkel. „Das Zeitfenster war sehr eng, aber das Wetter hat uns in die Karten gespielt“, zeigte sich Uekötter froh über die termingerechte Übergabe. Die Vorarbeiten hatten am 19. Mai begonnen. Der verschlissene, 20 Jahre alte Belag war ab dem 3. Juli entfernt worden, ehe ab dem 27. Juli der neue Kunstrasen verlegt wurde.

Böse Überraschungen beim Entfernen des alten Untergrunds, der durch die jahrelange Beanspruchung an den meisten Stellen gefährlich glatt geworden war, seien zum Glück ausgeblieben, sagte Martin Uekötter. An zwei Stellen sei die Drainage verstopft gewesen, was durch Spülungen behoben worden sei. „Sonst war der Untergrund in Ordnung, so dass wir eine Preisminderung erzielen konnten“, sagte der Fachmann.

394 000 Euro waren in den städtischen Haushalt für ein Paket von drei Platzmaßnahmen gestellt worden. Außer dem Rasen am Moddenbach handelte es sich um die ebenfalls fertiggestellte Kunststoff-Spielfläche an der Kardinal-von-Galen-Schule und den kleinen Bolzplatz an der Löwenzahn-Schule, Berliner Ring.

„20 Jahre sind für einen Kunstrasen sehr lang und bilden die Obergrenze“, sagte Frank Nobbe vom Rietberger Büro. Dass die Beläge im Lauf der Zeit weiterentwickelt wurden und die „Qualität in der jetzigen dritten Generation deutlich besser geworden ist“ so Nobbe, kommt jetzt den Fußballern in Harsewinkel zugute.

Durch die gekräuselte Kunstfaser bleibe das Granulat auf dem Platz, erläuterte Martin Uekötter. Es handele sich um ein Neugummigranulat, das keinerlei Risiken für die Gesundheit berge. „Altes Material ist zwar günstiger, hat aber Nachteile.“ Bei dem jetzt verlegten Belag seien zudem die Folgekosten günstiger, weil er nicht soviel gepflegt werden müsse.

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