Marienfelder Sporthalle wird kleiner
Bild: Aundrup
Auf der grünen Wiese am Sportzentrum am Anton-Bessmann-Ring soll die neue, gut 1800 Quadratmeter große Sporthalle in Marienfeld entstehen. Der Hauptausschuss entscheidet am heutigen Donnerstag, ob ein Generalunternehmer mit dem Bau beauftragt werden soll. Abschließend berät der Stadtrat am Donnerstag, 29. März, über die Neubau-Details.
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 Und zwar vor allem über die Größe der geplanten Halle. Die soll bei rund 1800 Quadratmetern liegen. Da waren sich die Politiker zum Schluss einig – mit Ausnahme der FDP. 1863,44 Quadratmeter – das ist das, was sich die Sportvereine Schwarz-Weiß Marienfeld und die TSG Harsewinkel auf ihrem Wunschzettel notiert haben. Jetzt müssen sie mit Abstrichen leben. Nach dem Vorschlag von Johannes Sieweke sollen die zunächst geplante Geschäftsstelle und die mit 22 Quadratmetern komfortabel bemessene Küche komplett wegfallen. Statt dessen soll eine Küchenzeile im Versammlungsraum am Kopfende eingebaut werden. „Wir wollen keine Behelfshalle, aber ich bin skeptisch, ob wir 3,4 Millionen Euro dafür ausgeben müssen“, so Sieweke.

„Leisten uns Luxusdebatte“

Diese Bedenken teilen viele. Und so wird in der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschusses am heutigen Donnerstag darüber diskutiert, ob man mit kleineren Änderungen auf den Ströer-Entwurf aus dem Jahr 2009 – allerdings ohne angedocktes Bürgerhaus –baut und damit keine neue Baugenehmigung beantragen muss, oder ob Angebote von Generalunternehmern hereingeholt werden sollen. Eine grundsätzliche erneute Debatte über den Schul- und den Vereinssport wollte Neupolitikerin Regina Meißner-Schlömer (SPD) vom Zaun brechen: „Es ist untragbar, dass wir hier das Geld ausgeben. Und am Gymnasium fehlen Sportkapazitäten, und die Kinder gucken in die Röhre.“ Reinhard Hemkemeyer (SPD) sprang ihr zur Seite: „Wir leisten uns offensichtlich eine Luxusdebatte und eine Sporthalle, die über dem üblichen Mindestbedarf liegt.“ Der Sozialdemokrat regte sich darüber auf, dass die Halle ursprünglich mit drei Millionen Euro veranschlagt war und nun gut 500 000 Euro mehr kosten soll. Man müsse die Balance halten zwischen wünschenswert, angemessen und hinreichend. Hemkemeyer: „In Brakel wird eine Zweifachsporthalle zum Festpreis von 2,57 Millionen Euro gebaut. Und wir werfen das Geld aus dem Fenster, nur weil wir an alten Plänen festhalten.“ Er appellierte dazu, mit den Steuergeldern sorgsam umzugehen. Dr. Angelika Wensing (CDU) warnte Hemkemeyer davor, Äpfel mit Birnen zu vergleichen: „In Brakel wurde eine Schulsport- und keine Vereinssporthalle gebaut. Das kann man nicht vergleichen.“

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