Marienschüler treffen Nationalteam
Bild: Aundrup
Bundestrainerin Silvia Neid gibt wie die Spielerinnen eifrig Autogramme auf dem Trainingsgelände der Klosterpforte.
Bild: Aundrup

Mit 100 weiteren Dritt- und Viertklässlern aus Marienfeld wartet der Steppke darauf, dass die besten deutschen Kickerinnen ihr Training beenden. Denn dann ist Autogrammstunde. Die Frauen-Nationalmannschaft und Trainerin Silvia Neid bereiten sich seit Montag im Klosterdorf auf das EM-Qualifikationsspiel gegen Rumänien vor, das am  Donnerstag um 18 Uhr in der Bielefelder Schüco-Arena angepfiffen wird. Managerin Doris Fitschen: „Das Sporthotel 11 und das Areal der Klosterpforte gefallen uns sehr gut. Wir haben hier optimale Bedingungen und einen Top-Trainingsplatz.“ Nicht weiter verwunderlich, dass das Frauen-Nationalteam nach 2009 und 2011 bereits zum dritten Mal in der Klosterpforte eincheckt.

„Die Kinder sind so leise“

Die langjährige Bundestrainerin Silvia Neid und Pressesprecherin Annette Seitz sind ebenfalls bester Laune. Sie gehen optimistisch ins Spiel gegen Rumänien. „Wir müssen jedes Spiel gewinnen, um uns direkt für die Europameisterschaft 2013 zu qualifizieren“, betont Seitz. Die Spielerinnen dehnen sich nach dem Training, die Marienschüler gehen in Lauerstellung und zücken an der Bande ihre Stifte. „Ich hätte gern Unterschriften von allen Spielerinnen“, sagt Jonas Kämpchen (9), der selbst bei Schwarz-Weiß Marienfeld in der E-2-Jugend kickt. Die soll er bekommen. Geduldig schreiben die Kickerinnen Autogramme. Nur eine ist nicht dabei: Torjägerin Celia Okoyino da Mbabi fehlt verletzungsbedingt. „Schade“, bedauert Jonas. Schließlich haben sie gerade von dieser Spielerin im Schulbuch „Jo-Jo“ im Vorfeld des Trainingsbesuchs ein Interview gelesen. Doch auch die anderen Sportlerinnen beißen nicht, haben für die Kinder ein nettes Wort und ein Lächeln parat und signieren eifrig Bilder, T-Shirts, Bälle, Zettel, Fotos und alles, was irgendwie beschreibbar ist. Die Klassenlehrerinnen Margret Ruhe, Margret Biege, Birgit Becker und Sigrid Kaiser sind ganz baff. „Die Kinder sind so leise“, freut sich Margret Ruhe.

SOCIAL BOOKMARKS