Mazsalaca ehrt Pamela Westmeyer
Bild: Zelenka
Mit einer lettischen Folkloregruppe ließen sich Pamela Westmeyer (links) und Regina Meißner-Schlömer (2. v. l.) bei einer Reise 2015 ablichten. Die beiden Frauen setzen sich seitdem für die Partnerschaft zwischen Harsewinkel und Mazsalaca ein.
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Zum „Mensch des Jahres 2016 im Bezirk Mazsalaca“ ist Pamela Westmeyer gekürt worden. Die Preisvergabe steht allerdings noch aus. Das Harsewinkeler Ratsmitglied war Ende vergangenen Jahres zur Nominierungsveranstaltung nach Lettland eingeladen worden. Aus terminlichen Gründen konnte sie aber nicht erscheinen. „Ich wusste, dass ich nominiert bin. Dass ich gewonnen habe, kam aber auch für mich überraschend“, sagt Pamela Westmeyer.

Wenn die lettische Delegation aus dem ehemaligen Kreis Valmiera Anfang Juli zu den Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit dem Kreis Gütersloh anreist und neue Verträge in Harsewinkel und Borgholzhausen unterzeichnet werden, wird Pamela Westmeyer zwar mit dabei sein. Die Auszeichnung, so vermutet sie, erhält sie aber erst im September. Dann reist sie wiederum nach Lettland.

In einem Brief, den die Großgemeinde Mazsalaca an Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide (SPD) geschickt hat, wird die unermüdliche Beteiligung an der Entwicklung des lettischen Bezirks als Grund für den Preis genannt. „Aber da war ja nicht nur ich beteiligt“, sagt Pamela Westmeyer. Vielmehr gelte es, vielen Einzelpersonen und Verbänden zu danken, dass sie sich so für die Partnerschaft mit der lettischen Gemeinde einsetzten.

Pamela Westmeyer ist wiederum Mitinitiatorin des Freundeskreises Mazsalaca und hat sich mit Regina Meißner-Schlömer (SPD) dafür stark gemacht, dass das Dach des dortigen Krankenhauses saniert wird. Das erste Mal fuhr die CDU-Politikerin 2015 nach Lettland. „Eigentlich wollte ich nicht, weil ich Flugangst habe“, sagt sie. Aber sie hat ihre Reise nicht bereut. Dreimal – einmal davon mit ihrer Tochter – war sie in Mazsalaca. „Das Land wird komplett neu aufgebaut. Vieles wollen die Menschen dort von uns lernen. Bei anderen Bereichen können wir uns eine Scheibe abschneiden. Beispielsweise ist dort in jedem Bus Internet verfügbar“, erklärt Pamela Westmeyer, warum sie das Land so spannend findet.

Auch die anderen Harsewinkeler sind von einer Verbindung zur lettischen Gemeinde angetan. Einmütig stimmten die Ratsmitglieder vergangene Woche dafür, den Partnerschaftsvertrag mit Mazsalaca zu unterschreiben.

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