Meltem Kaptan nimmt Platz bei Raab
Meltem Kaptan in Harsewinkel.

Die junge Frau ist fest entschlossen, ihren Weg im knallharten Comedy-Geschäft weiter zu gehen. Die in Gütersloh geborene Türkin mit der ansteckenden Fröhlichkeit hat ganz gut zu tun. Beim Radiosender 1Live arbeitet sie als Comedy-Autorin und Sprecherin. Das WDR 5 angeschlossene Funkhaus Europa greift ebenso auf Kaptans Kreativität zurück. Die Zugehörigkeit zur TV-Produktionsgesellschaft Brainpool, die im Einklang mit dem Entertainer Stefan Raab genannt wird, hat der Wahl-Kölnerin bereits so manche Tür zu Fernsehformaten wie „Night Wash“ oder den „Quatsch Comedy-Club“ geöffnet. „Dass ich demnächst bei Raab in TV Total als Gast sitze, ist bereits abgesprochen“, sagt Meltem Kaptan voller Vorfreude.

Crash-Kursus in den USA

Vater Ömer, der 1973 nach Deutschland gekommen ist, als Bautechniker arbeitete und nun Rentner ist, gibt zu, dass er für seine Tochter eigentlich einen anderen Beruf im Auge gehabt habe: „Innenarchitektin oder Rechtsanwältin.“ Er und seine Frau Melek, von Beruf Türkischlehrerin, respektierten jedoch die Wünsche ihrer zwei Töchter. „Sie haben nur gesagt, macht euren Abschluss“, so Meltem. Und das tat sie. In Harsewinkel besuchte sie die Realschule und baute in Warendorf ihr Abitur. Es folgte in Marburg ein Studium der Medien, Anglistik und Malerei – mit Abschluss sowie Erfahrungen in einer Improvisations-Theatergruppe. Einen wahren Crash-Kursus, was Bühnenpräsenz angeht, holte sich Meltem Kaptan jedoch in den USA, wo sie anderthalb Jahre unter anderem in Musicals auftrat. Im Anschluss ging es ein Jahr nach Istanbul, ehe die Studio-Stadt Köln rief. Mit Druck umzugehen, lernte Kaptan auch dort. Um den Job bei 1Live zu bekommen, „musste ich zwei Wochen lang auf Knopfdruck witzig sein“, erinnert sie sich an ein knallhartes Auswahlverfahren, das sie bestand.

Schwester prüft die Pointen

Inzwischen hat Meltem Kaptan, die mit ihrer stets die Pointen prüfenden jüngeren Schwester zusammen in der Domstadt wohnt, die Arbeit an einem Soloprogramm aufgenomen. „Ich möchte es so bunt wie möglich gestalten und auch singen“, hat sich die kreative Harsewinkelerin vorgenommen. Und das Programm soll – wie bisher – sowohl Jüngere als auch Ältere anprechen.

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