Mit Muskeln und Maschinen an die Pflastersteine
Bild: Mense
Während die Maschinen beim Lockern des Pflasters und beim Verladen auf den Treckeranhänger hilfreich waren, wurde beim Aufnehmen, Weiterreichen und Stapeln auf der Palette menschliche Muskelkraft dringend benötigt.
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Gut 300 Quadratmeter sicherte sich das Marienfelder Heimatmuseum. Fünf Euro pro Quadratmeter zahlt das Museum am Lutterstrang. Dafür könne man dann auch selbst Hand anlegen, befand der Verein um den Vorsitzenden Otto Sewerin. Etwa 30 Euro seien aktuell für den Quadratmeter Pflaster zu zahlen, sagten gestern die Experten an der Baustelle um Fachbereichsleiter Reinhard Pawel.

Der Marienfelder Volker Bessmann ließ von seinen Männern rund 150 Quadratmeter abräumen. Am Samstag wird nur noch ein Interessent für die letzten Quadratmeter kommen.

Ungewöhnliche Aktion

Stadtplaner Reinhard Pawel hatte im Frühjahr die Idee mit der Abgabe des Pflasters an Selbstabholer zu günstigen Preisen gehabt und war damit, wie berichtet, auf großes Interesse gestoßen. Nach diversen Reparaturversuchen der 1989 gebauten Pflasterstraße, die immer wieder absackte, hatte sich der Stadtrat mehrheitlich für eine grundsätzlich andere Lösung entschieden. Die Brockhäger Straße wird jetzt asphaltiert.

Verkehrsberuhigter Bereich wird ausgeweitet

Gleichzeitig wird der verkehrsberuhigte Bereich ausgeweitet: Von Poppenborg bis zur Sparkasse reicht dann die temporeduzierte Zone. Schon am kommenden Montag rücken die Bauarbeiter an, um innerhalb der nächsten drei Wochen die abgeräumte Straßenoberfläche auf einer Breite von 4,10 Metern mit einem Asphaltbelag auszustatten.

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