Mit Willy Brandt zum Spökenkieker werden
Bild: Mense
Prämiert wurden diese drei Spökenkieker-Arbeiten der August-Claas-Schüler (v. l.) Michelle Tophinke (3. Preis), Marvin Hoppert (1. Preis) sowie David Roberg-Alterbaum und Robin Runge (2.).
Bild: Mense

Auch Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide sprach bei der Preisverleihung von „unglaublich guten Ideen und superguten Arbeiten“, die im Kunstunterricht der August-Claas-Schule unter der Leitung von Heinz Petermann entstanden waren. Die sechsköpfige Jury hatte sich die Entscheidung nicht leichtgemacht und nach diversen Abstimmungen schließlich drei Arbeiten ausgezeichnet.

Unangefochten den Spitzenplatz belegte Marvin Hopperts Spökenkieker, der kein Gesicht, sondern an der Stelle einen Spiegel hat, so dass der Betrachter die Rolle des Spökenkiekers einnimmt. An den unteren Rand seines Werks hat der 15-jährige aus der zehnten Klasse ein Zitat Willy Brandts gesetzt: „Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie selbst zu gestalten.“

Der zweite Preis ging an ein Dreier-Team: Robin Runge, David Roberg-Alterbaum und der Erstplatzierte Marvin Hoppert hatten gemeinsam das Auge des Spökenkiekers ohne Pupille gezeichnet und statt ihrer Visionen von künftigen Geschehnissen eingefügt. Über den dritten Preis freute sich Michelle Tophinke, die eine Zeichenstudie „Der Spökenkieker verlässt seinen Sockel“ in vier Szenen vorgelegt hatte. Alle Preisträger erhielten Büchergutscheine.

Der 16-jährige Daniel Sperber hatte die Geschichte „Erwachen“ verfasst und las sie den Besuchern vor. Darin träumt der Erzähler davon, dass die seit 50 Jahren vor dem Rathaus platzierte Statue aufbricht und Spökenkieker, Schafe und Hund das Harsewinkel der Jetztzeit erblicken.

Die Bürgermeisterin kündigte an, den Spökenkieker ab Dezember monatlich neu auszustatten. „Er soll fröhlicher in die Welt schauen, nicht immer so griesgrämig“, sagte sie und bat um Vorschläge. Im Dezember bekommt er eine rote Zipfelmütze, zur Karnevalszeit eine rote Pappnase.

Die Ausstellung mit 20 Werken der Schüler bildet den Auftakt zu den Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag der von Bildhauer Hubert Hartmann geschaffenen Statue. Während des „Lichterabends“ am 16. November gibt es eine literarisch-musikalische Performance am Spökenkieker und anschließend eine Lesung in der Stadtbücherei St. Lucia.

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