Mit neuem Stadt-Logo ins Jahr 2015
Bild: Darhoven
Beim Neujahrsempfang im Gymnasium: Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide und ihr Stellvertreter Heinz Niebuhr.
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Den Premierenauftritt des Marienfelder Blasorchesters bei einem Neujahrsempfang wertete Amsbeck-Dopheide als schönen Start ins Jahr. Sie habe die Musiker oft eingeladen, weshalb es nun umso schöner sei, dass es geklappt habe. Die 20 Musiker würdigten mit einem gelungenen Schlagermedley den kurz vor Weihnachten gestorbenen Udo Jürgens.

Rückblicke auf Erreichtes und Geleistetes im Jahr 2014 prägten den Verlauf der zweistündigen Feier. Viele Teilnehmer vermissten einen Ausblick auf die 2015 anstehenden besonderen Ereignisse in den drei Ortsteilen, der ihrer Meinung nach zu einem Neujahrsempfang dazugehört hätte.

Ob Flüchtlingssituation, Stadt-Logo, die „heimlichen“ Bürgermeister aus den Bauerschaften oder die Vorstellung der zwei neu ernannten Stellvertreterinnen der Bürgermeisterin: Der Empfang war eher von westfälischer Gemächlichkeit als von spritziger Vielfalt geprägt, wie es beispielsweise das neue Stadt-Signet vermitteln soll. Claudia Pokolm, Ruth Reckenfelderbäumer, Mechthild Walter und Burkhard Bruns als Vertreter des Markenbeirats schwärmten in höchsten Tönen vom Würfel-Logo.

Mit viel Beifall belohnt wurden die „inoffiziellen Bürgermeister“ Wim Roggenland (Ostheide), Eugen Elbracht (Bauerschaft Beller), Norbert Homeyer und Clemens Rolf (Oester), Bernard Fechtelkord (Heckerheide) sowie Karl-Heinz Korf vom „Freistaat Überems“. In Interviews mit Sabine Amsbeck-Dopheide erläuterten sie, was das Leben in den Außenbereichen lebenswert mache und wie wichtig eine gute Nachbarschaft sei.

Ganz offiziell im Amt sind dagegen Pamela Westmeier aus Marienfeld und Regina Meißner-Schlömer aus Harsewinkel. Sie wurden während des Empfangs vorgestellt.

Sabine Amsbeck-Dopheide griff das aktuelle Thema Flüchtlingshilfe auf und richtete eine Bitte an die Immobilienbesitzer in Harsewinkel: „Wir bekommen auch weiterhin Flüchtlinge zugewiesen, die wir aber nicht in Sammelunterkünfte oder überbelegte Wohnungen stecken möchten. Aus dem Grund suchen wir nach Wohnungen, die wir als Stadt für die Flüchtlinge anmieten möchten.“

Wie gut es sich in Harsewinkel aufgehoben fühlt, verdeutlichte ein Paar, das aus Ägypten geflohen ist. Als bekennende Christen seien sie immer häufiger Konflikten mit den Muslimbrüdern ausgesetzt gewesen, so dass sie sich zum Verlassen ihrer Heimat entschlossen hätten, berichteten sie auf dem Podium. Seit 18 Monaten leben sie mit ihrem dreijährigen Sohn in der Mähdrescherstadt, von dessen Bürgern sie sehr freundlich aufgenommen worden seien. Während die Frau Deutsch an der Universität in Ägypten gelernt hat, vertiefte ihr Mann, der vor der Flucht als Buchhalter bei der Post arbeitete, seine Sprachkenntnisse bei der Volkshochschule in Gütersloh. Die Familie hofft, dauerhaft in Harsewinkel leben zu dürfen.

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