„Pättkesschnöver“ knattern durch Greffen
Bild: Mense
Zahlreiche Besucher schauten sich mit großem Interesse die Motorrad-Oldies auf dem Greffener Kirchplatz an.
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„Das Ambiente auf dem  Kirchplatz mit der Sandstein-Kirche und den Fachwerkhäusern ist viel schöner“, meinte Mitorganisatorin Simone Beckmann. Die Tochter der Fahrtinitiatoren und Museumsgründer Heiner und Christa Beckmann, die mit einer Auto-Fautueil von 1905 an der gut 80 Kilometer weiten Fahrt teilnehmen wollte, hatte Pech. Mit Anschiebehilfe kam sie zwar noch vom Kirchplatz auf die Hauptstraße, aber wenige Meter danach ging nichts mehr. Es blieb nur, das alte Motorrad auf einen Anhänger zu verladen und zurück zum Museum zu bringen. „Zwei Ritzel im Getriebe sind abgebrochen“, war laut Simone Beckmann die Diagnose schnell klar.

Streckenführung geändert

Die anderen 26 Teilnehmer der Jubiläumsfahrt aber erreichten nachmittags wohlbehalten das Ziel, das Museum an der Beelener Straße. Auch die Streckenführung war in diesem Jahr etwas anders, wie Moderator Jörg Erich erläuterte. Vom Kirchplatz aus ging es zunächst nach Sassenberg, dann zum Jazzclub an der Grenze zwischen Harsewinkel und Versmold und anschließend nach Borgholzhausen, wo es bei Konrad Upmann für die Pionierfahrer wieder einen „Gruß der Stadt Borgholzhausen“ gab. Jörg Erich stellte am Start ausführlich alle „Pättkesschnöver“ mit ihren technischen Daten und Eigenschaften vor. Er ist Nachfolger des vor eineinhalb Jahren verstorbenen Niederländers Wiebe Brouwer, der bei allen Spökenkiekerfahrten zuvor liebevoll und präzise die zahlreichen Gäste informiert hatte. Die Fans der vor dem Ersten Weltkrieg gebauten Motorräder waren zahlreich nach Greffen gekommen und bestaunten die originalgetreu restaurierten Maschinen und ihre in dieser Zeit entsprechende Motorradkleidung gehüllten Fahrer.

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