Passanten verweigern Unfallbeteiligter Hilfe
Nach einem Zusammenstoß von Auto und Fahrrad flüchtete der Fahrradfahrer zu Fuß. Passanten weigerten sich, für die Autofahrerin die Polizei anzurufen.

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, fuhr die Frau um 15.40 Uhr mit ihrem Opel Meriva auf der Schillerstraße in Richtung Tecklenburger Weg. „Im Einmündungsbereich tastete sie sich vorsichtig vorwärts. Bevor sie jedoch die Sichtlinie erreicht hatte, kam es zu einem Zusammenstoß mit einem Radfahrer, der den Gehweg des Tecklenburger Wegs aus Richtung Prozessionsweg kommend in Richtung Ortsausgang befuhr“, schildert die Polizei den Hergang.

Bei der Kollision verletzte sich der Radfahrer offenbar leicht, da er über den Lenker des Fahrrads und die Motorhaube des Autos zu Boden gestürzt war und anfangs über Schmerzen klagte. Der Opel wurde erheblich, das Fahrrad total beschädigt. Allerdings lehnte der Radfahrer eine Verständigung der Polizei konsequent ab. Er wollte auch seine Personalien nicht angeben. Mit der Bemerkung, dass jeder seinen eigenen Schaden bezahlen solle, verließ er zu Fuß den Unfallort. Sein Fahrrad, ein älteres graues 28er-Damenfahrrad der Marke Hercules, ließ er zurück.

Die Frau hatte kein Handy dabei und konnte deshalb nicht die Polizei informieren. „Passanten, die sie ansprach und um Hilfe bat, lehnten es ab, die Polizei telefonisch über den Unfall zu benachrichtigen“, schreibt die Polizei. Somit erschien die Frau erst zu einem späteren Zeitpunkt auf einer Dienststelle, um den Unfall zu melden.

Die Polizei sucht Zeugen. Wer hat den Radfahrer gesehen oder kann Angaben zu seinem Aufenthaltsort geben? Hinweise an die Ermittler in Gütersloh unter Telefon 05241/8690.

SOCIAL BOOKMARKS