Pilgerreise zur Vorbereitung auf das Amt
Bild: Darhoven
Noch stehen überall Umzugskartons: Pfarrer André Pollmann wechselt von der Pfarrei St. Sixtus in Haltern zur katholischen Kirchengemeinde Harsewinkel. Mittlerweile ist er in die Mähdrescherstadt umgezogen. In sein Amt eingeführt wird er am 3. November.
Bild: Darhoven

Nicht nur die pastoralen Mitarbeiter und Engagierten der Pfarrei St. Lucia, sondern auch die rund 11 300 Katholiken der Stadt dürfen sich auf einen Kirchenvertreter freuen, der neben Kollegialität und Teamwork auch Wert auf ein gutes ökumenisches Miteinander legt. Er animiert, dass Priester angstfrei und selbstbewusst agieren sollten. André Pollmann, der sich vor zwei Wochen von der Pfarrei St. Sixtus in Haltern verabschiedet hat, folgt auf Marc Heilenkötter, der die Pfarrei Ende Mai verlassen hat.

Für Pollmann ein echter Glücksfall. Nun wohnt er ganz in der Nähe seiner Eltern. Die leben in Herzebrock-Clarholz. „Ich möchte hier in gemeinschaftlichen Prozessen wirken und freue mich deshalb auf einen gemeinsamen Weg mit den Menschen“, so der Pfarrdechant.

Bevor André Pollmann richtig durchstartet, begibt er sich auf eine Pilgerreise. Beginnen wird er die Wanderung auf dem Jakobsweg in Pamplona. 730 Kilometer will er bis Santiago de Compostela laufen. Am 30. Oktober geht es wieder zurück nach Harsewinkel, um sich auf den Einführungsgottesdienst am 3. November ab 10.30 Uhr in der St.-Lucia-Kirche vorzubereiten. „Ich pilgere sehr gern. Zudem ist diese Wanderung auf dem Jakobsweg eine gute Gelegenheit mit dem Alten abzuschließen und sich auf das Neue einzustellen.“

Dass bei seiner Rückkehr seine neue Wohnung schon fertiggestellt sein wird, ist derzeit nicht in Sicht. André Pollmann wird ins ehemalige Schwesternwohnheim einziehen, das derzeit saniert wird. Bis der Pfarrdechant dort leben kann, nutzt er das alte Pfarrhaus. In Gesprächen mit Pfarrer Martin Liebschwager von der evangelischen Kirchengemeinde wurde der große Stellenwert der Ökumene erörtert. Es sei wichtig, dass man seinen Ursprung und seine Tradition bewahre, aber auch der Lebenswirklichkeit der Menschen entgegengehe.

„Die wichtigsten Ursprünge stehen im Evangelium und genau das verbindet uns doch alle.“ Sein Wunsch ist, dass Menschen entdecken, dass das Evangelium eine Relevanz für ihr Leben hat. „Und genau das werde ich hier immer wieder, mit verschiedenen und auch neuen Formaten und Gottesdiensten, versuchen mitzuteilen“.

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