Rehe verenden im eiskalten Fehlesee
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Zwei Rehe sind am Sonntag auf der Eisfläche des Fehlesees eingebrochen und im eiskalten Wasser verendet.

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Aufmerksame Spaziergänger hatten die beiden Rehe auf der Eisfläche entdeckt und sofort die Feuerwehr alarmiert. Die zwölf Einsatzkräfte waren mit zwei Löschfahrzeugen gegen 16 Uhr vor Ort. Der stellvertretende Löschzugführer Dietmar Fölling (Bild) beschreibt das Bild, das sich ihm an der Einsatzstelle bot, so: „Als wir eintrafen, lebten die Tiere noch. Sie sprangen planlos und panisch von rechts nach links und von links nach rechts. Dann brachen sie ein und versuchten zunächst, wieder aufs Eis zu kommen. Leider vergeblich. Die Wildtiere starben noch im Wasser. Die Anstrengung und die Temperaturen waren wohl zu viel für sie.“ Die Feuerwehrleute konnten die beiden Rehe mit Hilfe eines Schlauchboots nur noch tot aus dem eisigen Wasser des Fehlesees, der zwischen der Straße Im Venne und der B 513 zwischen Harsewinkel und Greffen liegt, bergen. „Wie bei Wildunfällen üblich, wurde sofort der Jagdpächter informiert“, betont der stellvertretende Löschzugführer Dietmar Fölling im Gespräch mit der „Glocke“. Die zwölf Feuerwehrkameraden waren gut eine Stunde im Einsatz, um das Leben der beiden Rehe zu retten – für Dietmar Fölling war es der erste dieser Art: „Das kommt sehr selten vor, zumal es für die Tiere schwierig war, überhaupt auf die Eisfläche zu gelangen. Der Bereich direkt am Ufer war nämlich schon abgetaut. Die Rehe müssen also einen großen Satz gemacht haben und vom Ufer aus auf die Eisfläche gesprungen sein.“

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