„Rot“ für mehr Sicherheit der Radler
Bild: Aundrup
Gütersloh macht es vor: Die roten Schutzstreifen für Radfahrer finden sich an vielen Stellen in der Stadt. Harsewinkel will dem Beispiel folgen und an neuralgischen Stellen mit der roten Farbe arbeiten, um mehr Sicherheit für die Radfahrer zu gewährleisten.
Bild: Aundrup

Dort sind gerade morgens und nachmittags viele Schüler unterwegs. Der Vorstoß der Sozialdemokraten fand im Planungs- und Bauausschuss volle Zustimmung.

Anfang wird an der Wadenhardstraße gemacht

Man war sich in der Sitzung einig, dass durch die rote Farbe mehr Sicherheit für die Radler gewährleistet werden könne. Möglichst noch in diesem Jahr soll der rote Schutzstreifen an der Wadenhardstraße kommen, ansonsten aber spätestens 2020.

Die Kosten: rund 29 000 Euro. Und dann soll die Stadtverwaltung prüfen, an welchen anderen Stellen die Signalfarbe auf der Fahrbahn sinnvoll ist.

Gütersloh macht es vor

Das ist ganz nach dem Geschmack von Ulrich Kleine (SPD). Er blickt in die Nachbarstadt: „In Gütersloh werden die roten Schutzstreifen bereits sehr erfolgreich umgesetzt und genutzt.“

Dieter Berheide (CDU) äußerte zunächst Bedenken in Bezug auf die Wadenhardstraße, wo es bereits einen Schutzstreifen, abgetrennt von der Fahrbahn durch eine gestrichelte Linie, gebe, wenn auch keinen roten. Er fragte sich, ob der rote Schutzstreifen denn auch von Autos überfahren werden dürfe. Die Bürgermeisterin gab grünes Licht: „Ein Befahren des roten Streifens ist möglich.“

CDU warnt vor zu viel „Rot“

Außerdem warnte Berheide davor, jetzt überall mit der roten Farbe zu arbeiten: „Rot heißt: Gefahr droht. Wenn das überall aufgetragen wird, dann ist das alltäglich und wird vielleicht nicht mehr so von den Autofahrern wahrgenommen.“

Das sieht Stadtplaner Reinhard Pawel, der selbst täglich zwischen Gütersloh und Harsewinkel mit dem Rad pendelt, anders: „Bitte, bitte machen Sie das. Die Schutzstreifen sind richtig gut, und die Radfahrer vermissen sie seit Jahren.“

„Die Straße gehört nicht allein den Autofahrern“

Die Harsewinkeler Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide (SPD) sprach sich ebenfalls dafür aus, das an neuralgischen Punkten umzusetzen – etwa an der Madonna in Harsewinkel, ein Unfallschwerpunkt, den es zu entschärfen gelte. Amsbeck-Dopheide, ebenfalls Radfahrerin aus Überzeugung, verspricht sich davon außerdem, dass die Autofahrer wegen der Signalfarbe möglicherweise auch ihre Geschwindigkeit drosseln werden: „Wir müssen dokumentieren, dass die Straße nicht allein den Autofahrern gehört. Sie gehört auch den Radfahrern.“

Klaus Hanfgarn von den Grünen plädierte ebenso für den SPD-Vorschlag: „Das ist ein Sicherheitsgewinn.“

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