„Rote Funken“ dreimal deutscher Meister
Bild: Darhoven
Mit ihrem Schautanz "Zeit, dass sich was ändert" holte sich die Junioren-Formation der Harsewinkeler Tanzsportgarde den deutschen Meistertitel.
Bild: Darhoven

Im Gepäck hatten sie am Sonntagabend drei Meister- und zwei Vizemeistertitel. Angetreten waren die „Funken“ in 10 von 13 Disziplinen. Der Jubel unter den 100 Aktiven sowie den 250 mitgereisten Betreuern, Verwandten und Freunden war bereits am Samstagmorgen riesig, als die Jugend-Tanzgarde (6 bis 10 Jahre) für ihre Darbietung 475 von 500 möglichen Punkten von den sieben Wertungsrichtern erhielt und damit zum sechsten Mal in Folge Deutscher Meister wurde.

Als die Titelverteidigung vor einer beeindruckenden Kulisse von 5000 Zuschauern in der Frankenhalle dann auch noch den Junioren mit ihrem Marschtanz (480 Punkte) sowie mit dem Schautanz „Zeit, dass sich was ändert“ (478 Punkte) gelang, gab es vor, auf und hinter der Bühne kein Halten mehr. „Das war einmalig“, schwärmte Trainerin Saskia Köhl im Gespräch mit der „Glocke“. „Ich habe immer wieder Gänsehaut gehabt.“ Das Thema des Junioren-Schautanzes – neue Energien aus Wind- und Sonnenkraft – hätte angesichts der Lage in Japan aktueller nicht sein können.

Persönliche Bestleistungen

Bejubelt wurden auch Tanzmariechen Raquel Escoz (14), die in der Juniorenklasse mit 479 Punkten erneut Vizemeisterin wurde und persönliche Bestleistung erreichte, sowie die Schautanzformation der 24 Kleinen, die mit ihrer „Hippostar“-Geschichte auf Platz zwei (472 Punkte) kletterte. Den Sprung aufs Treppchen samt Bestleistung schaffte bei den Jugend-Tanzmariechen die zehnjährige Paulina Fölling (465 Punkte) mit Platz drei.

Höchstleistungen wurden am Folgetag auch bei den Senioren geboten. Gegen starke Konkurrenz errang das Tanzpaar Jaqueline Hildgartner (14)/Robin Bottler (15) in seinem ersten Jahr bei den „Großen“ einen beachtlichen fünften Platz. Jeweils gute vierte Plätze waren der Lohn für die Tanzgarde (2010 noch Fünfte), die Schautanz-Formation und auch für Senioren-Mariechen Helena Meyer-Wilmes bei ihrer Premiere.

Insgesamt war es der Höhepunkt des Jahres für die „Funken“ – ein stressiger und zugleich schöner, wie Saskia Köhl erzählt. „Allein am Samstag waren wir neunmal am Start, da ist echt Hektik hinter der Bühne.“ Cheftrainerin Daniela Schafarik dankte allen Betreuern, dem Nähteam und den Eltern, die alle an einem Strang zögen. „Phänomenal“ sei das Wochenende gewesen. Schafarik: „Ich habe einen Riesenrespekt vor den fantastischen Leistungen aller.“

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