Schützenbruderschaft ehrt Mitglieder
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Ehrungen standen auf der Tagesordnung der Generalversammlung der Schützenbruderschaft St. Hubertus in Harsewinkel. Das Bild zeigt (v. l.) Ehrenpräsident Heiner Meyer zu Rheda mit den Geehrten Tanja Hinkerohe, Anita Toppmöller und Marion Johannsmann.
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Seit 22 Jahren gehört Tanja Hinkerohe der Schützenbruderschaft St. Hubertus Harsewinkel an. Bei der Generalversammlung am Sonntag hat es für die 36-Jährige eine große Überraschung gegeben: In Anerkennung ihres jahrzehntelangen Einsatzes zum Wohle der Schützenbruderschaft wurde ihr der Fahnenschwenkerorden in Bronze verliehen.

Für die ehemalige Jungschützenkönigin (2001), Schützenkönigin (2008), Leiterin der Fahnenschwenker (2002 bis 2017) und zeitweisen Bezirksfahnenschwenker-Obfrau eine unerwartete Ehrung.

„Völlig geplättet, weil völlig überraschend“ war auch Anita Toppmöller (50). Die Schützenschwester wurde mit dem silbernen Verdienstkreuz ausgezeichnet. Toppmöller ist seit 17 Jahren Mitglied der Schützenbruderschaft und war 2014 an der Seite ihres Mannes Karl-Heinz Toppmöller Schützenkönigin. Die Kinderkompanie leitet sie seit 2004 zusammen mit Marion Johannsmann (49), die am Sonntag ebenfalls mit dem silbernen Verdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Die Ehefrau von Vereinswirt Frank Johannsmann ist seit 19 Jahren Mitglied der Hubertus-Schützen und war 2002 an seiner Seite Schützenkönigin. Anita Toppmöller und Marion Johannsmann sind seit 2005 im Dienstrang eines Leutnants.

Mehr als zwei Stunden tagten die Schützen in der Jägerhof-Scheune. Dominik Pollmeyer (34) wurde zum Vizepräsidenten wiedergewählt. Maik Nathmann (38, seit 1999 in der Bruderschaft bei den Jungschützen und in der Paulus-Kompanie aktiv) bestimmten die Mitglieder zum neuen Geschäftsführer. Er tritt damit die Nachfolge von Hermann Stadtmann (57) an, der nach sechs Jahren aus dem Amt schied. Neu im Vorstand ist Katharina Bellmann: Die 25-Jährige wird als Assistentin den Geschäftsführer unterstützen. Mareen Hörster wurde zur Presseoffizierin gewählt. Die vor einigen Jahren begonnene Verjüngung des Vorstands setzt sich somit fort.

Präsident Matthias Hörster teilte mit, dass Schriftführerin Monika Krieft im nächsten Jahr ausscheiden wird. Hörster selbst plant für 2023 („gern auch früher“) seinen Abschied vom Amt. „Diese Herausforderungen müssen gemeistert werden, damit sich unsere Bruderschaft auch weiterhin so positiv wie in der Vergangenheit entwickeln kann“, sagte er.

Bei vielen Schützen habe sich eine Einstellung in der Art von „Die machen das schon“ ausgebreitet. Dies wertete Hörster als fehlende Identifikation mit dem Verein, denn allen Mitgliedern müsse klar sein, dass man nur gemeinsam stark sei. Dafür müsse man zeitweise Komfortzonen verlassen.

Präsident Matthias Hörster rief zu mehr Einsatz und Engagement bei verschiedenen Aufgaben sowie zu einer größeren Beteiligung bei Veranstaltungen und Treffen auf. Dass man gemeinschaftlich viel erreichen könne, zeige sich nicht nur beim Bau des Vereinsheims.

Auch die Verlegung des Winterfests, die Modernisierung des Schützenfests, die Einführung eines Schülerkönigs und der große Zuspruch junger Leute bei Festen belegten den Erfolg des im Jahr 2013 angestoßenen Projekts „Fit für 2020“. „Nun wünsche ich mir, dass die Arbeit auf möglichst viele Schulter verteilt wird und dass wir mehr Schützen haben, die Verantwortung übernehmen“, sagte Hörster.

Um das Schützenfest (22. bis 24. Mai) noch ansprechender zu gestalten, hat sich am Jahresanfang die Arbeitsgruppe Schützenfest gegründet. Dazu sind auch Nichtmitglieder willkommen, um mit kreativen Vorschlägen die Moderne, aber auch die Tradition in einem großen Fest zu vereinen.

Bereichert wird das Schützenfest von der Feier des 40-jährigen Bestehens der Damenkompanie am Schützenfestsamstag mit rund 200 zusätzlichen Gästen. Dazu wird derzeit ein Festumzug geplant. „Als wir 1980 gegründet wurden, war eine Damenabteilung in einer Bruderschaft noch etwas Besonderes. Aber die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft war eben schon immer sehr fortschrittlich“, freute sich Marion Hörster.

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