Schwester Martina nimmt Abschied
Bei der Verabschiedung vor dem Haus St. Hildegard: (v. l.) Dechant Wim Wigger, Hausleiterin Alexandra Beermann, Schwester Martina und Caritas-Geschäftsführer Ludger Langen.

 „Sie war das Bindeglied zwischen der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde“, sagte Ludger Langen, Geschäftsführer der Caritas-Seniorenheime. „Wir wollen die Inhalte in unserem christlichen Haus leben und sind sehr froh, dass sie diese hier 17 Jahre lang vermittelte“, fuhr er fort. „Es fällt mir nicht leicht. 17 Jahre sind keine Kleinigkeit, aber mein Kopf sagt mir, es ist Zeit. Ich werde jetzt erst einmal ein wenig zur Ruhe kommen“, ließ Schwester Martina die Anwesenden wissen. Ursprünglich stammt Martina Werthmann aus Essen. Sie gehört den Franziskusschwestern an und lebt seit 22 Jahren in Harsewinkel. Die ersten offiziellen Worte der Verabschiedung gebührten der Hausleiterin Alexandra Beermann. Sie erzählte von Martinas Aufgaben und brachte es so auf den Punkt: „Sie war immer da, wenn etwas los war.“ Schwester Martina war Seelsorgerin. Sie führte Gespräche mit Heimbewohnern, darunter mit Schwerkranken und Sterbenden. „Außerdem gestaltete sie jede Woche zwei Gottesdienste, einen katholischen und einen evangelischen, und wohnte diversen Feierlichkeiten wie dem Karnevalsfest bei. Und, und, und . . .“, erzählte Beermann. Sie überreichte Schwester Martina eine Tasse von der Insel Wangerooge – zusammen mit einem Beruhigungstee und einem Blumenstrauß. „Wir beide lieben die Insel sehr. Und als ich das letzte Mal da war, musste ich an Sie denken“, sagte Beermann. Ein Spruch auf der Tasse lautet „Gott schuf die Zeit. Von Eile hat er nichts gesagt.“

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