So sieht die neue Lutter von oben aus
Bild: NZO-Gmbh/Kloke
Die Aufnahme aus der Vogelperspektive zeigt, wie das Gelände im Hühnermoor nach der Renaturierung aussehen wird. Zur besseren Orientierung: Links im Bild ist der Altverlauf der Lutter zu finden (von Bäumen verdeckt), in der Mitte die Schlangenlinien des künftigen Bachverlaufs und die zwei Blänken sowie rechts das Naturschutzgebiet Hühnermoor.
Bild: NZO-Gmbh/Kloke

Er schickt dieser Zeitung auch eine Luftaufnahme zu. Sie verdeutlicht, wie das Gebiet nach der Renaturierung aussehen soll. „Zuerst haben wir das neue Gerinne in der Aue profiliert. Dann wird das Gerinne abschnittsweise an den Altverlauf der Lutter angeschlossen. Damit werden wir wohl noch in dieser Woche beginnen“, erklärt Oliver Juhnke.

Alte Verlauf wird abgefischt

So wird dann die neue, kurvige Lutter mit Wasser gefüllt. Der alte Verlauf der Lutter wird außerdem noch abgefischt, teilt der Wasserbauingenieur des Kreises mit. Dann wird der Bereich mit Boden verfüllt. „Allerdings nicht vollständig. Schließlich wollen wir, dass der ursprüngliche Verlauf weiterhin sichtbar ist. Schließlich ist er von historischer Bedeutung“, so Juhnke.

Vorbild: die preußische Uraufnahme von 1837

Vorbild für die naturnahe Umgestaltung des alten Wiesenbachs in Schlangenlinien ist die preußische Uraufnahme von 1837. Die Lutter kann sich dann auf einem fünf Hektar großen Gebiet südlich des Hühnermoors ausbreiten.

500 Meter langes Teilstück

Ins Visier genommen hat der Kreis ein 500 Meter langes Teilstück der Lutter. Nach der Umgestaltung mit der neuen Kurvenführung ist der Abschnitt des Bachs dann doppelt so lang, etwa 1000 Meter. Doch nicht nur die Lutter wird umgestaltet, sondern auch das Areal drumherum.

Zwei Blänken und mehr

Unter anderem sind zwei Blänken, also kleine flache Gewässer, geplant. „Auch ihre Form ist auf der Luftaufnahme schon zu erkennen“, so Oliver Juhnke. Spannend findet der Kreis-Mitarbeiter dort den Kontrast von feucht und trocken – dem Moor, dem Bach in Schlangenlinien und den Blänken auf der einen Seite und den bestehenden Sanddünen auf der anderen.

Magergrasflächen

Auch Magergrasflächen sind vorgesehen. Sie werden in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld angelegt. „Wenn wir mit der Maßnahme frühzeitig fertig werden sollten, dann kann nach der Abmagerung des Oberbodens begonnen werden. Im Anschluss soll regionales Saatgut durch eine Heumad aufgetragen werden“, betont der Wasserbauingenieur.

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