Solar-Strom vom Greffener Bürgerhaus
Bild: Aundrup
Die neue Photovoltaikanlage wurde auf dem Zwischentrakt und dem Backhaus des Greffener Bürgerhauses an der Versmolder Straße 1 realisiert.
Bild: Aundrup

Die Anlage, die bereits auf dem Zwischentrakt und dem Backhaus des Bürgerhauses installiert wurde, wird über das Ausbauprogramm für Photovoltaikanlagen auf städtischen Dächern finanziert. Das teilte Klimaschutzmanager Florian Thoene am Mittwoch der „Glocke“ mit.

Die inneren Werte der Anlage

Er kennt auch die inneren Werte der Greffener Anlage: Sie hat eine Leistung von rund 6,6 Kilowatt – das bedeutet einen Ertrag von etwa 5600 Kilowattstunden pro Jahr. „Das wiederum entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch an Strom von eineinhalb bis zwei Haushalten“, weiß Florian Thoene. Die Kosten für die Anlage belaufen sich auf circa 9300 Euro.

Möglichst großen Teil des erzeugten Stroms selbst nutzen

Hauptanliegen sei es, einen möglichst großen Teil des erzeugten Stroms selbst zu nutzen. „In dem Bürgerhaus, in dem auch das Jugendhaus untergebracht ist, ist die Auslastung meist gleichmäßig. Da bietet sich das an. Und deshalb brauchen wir dort auch keinen Speicher“, so der Klimaschutzmanager. Er rechnet damit, dass zwischen 50 und 60 Prozent des selbst erzeugten Stroms direkt an Ort und Stelle verbraucht werden.

Auf den Zwischentrakt und das Backhaus ausgewichen

Auch der Bürgerverein Greffen hatte im Vorfeld der Maßnahme über die Installation einer solchen Anlage nachgedacht, wie Egbert Heinrichs betont. „Allerdings hatten wir uns dagegen entschieden, weil es dem Anblick nicht gut tut. Daher wollten wir es lassen. Jetzt wird aber die Stadt tätig, die Besitzerin des Gebäudes ist“, macht der Vorsitzende des Bürgervereins deutlich. Das Bürgerhaus selbst eignet sich wegen der Ausbauten nicht für die Installation einer solchen Anlage, wie Energieberater Peter Gödde betont. „Das erschwert die Sache, daher sind wir auf den Zwischentrakt und das Backhaus ausgewichen“, so Gödde.

Keine Anlage auf Harsewinkeler Heimathaus geplant

Und sind auch Photovoltaikanlagen auf dem Bürgerhaus in Marienfeld und auf dem Heimathaus in Harsewinkel vorgesehen? „Auf dem Heimathaus, das sowieso schon im Arealnetz ist, ist das zunächst nicht geplant. Außerdem gibt es auf dem Dach des Heimathauses ebenfalls das Problem mit den Ausbauten“, stellte Gödde klar. Zum besseren Verständnis: Über das Arealnetz sind das Rathaus, Schulen, Sporthallen, die Bäder sowie das Heimathaus im stadteigenen Stromnetz verbunden. So kann der Strombedarf an der einen Stelle mit Überschüssen an anderen Stellen im Arealnetz wieder ausgeglichen werden. Auf dem Bürgerhaus des Klosterdorfs ist 2019 keine Anlage mehr geplant. „2020 könnte es eventuell etwas werden“, so Peter Gödde.

Die Hintergründe

Das dreijährige Ausbauprogramm für Photovoltaikanlagen auf städtischen Dächern hat der Umweltausschuss im Herbst 2017 beschlossen. Mit der ersten Ausschreibung wurde im Frühsommer 2018 gestartet. „Das Ausbauprogramm für 2018 und 2019 umfasst 19 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 540 Kilowatt. Für 2020 sind nach derzeitigem Stand acht Anlagen vorgesehen. Zusammen haben sie eine Leistung von rund 150 Kilowatt. Alles in allem werden am Ende damit voraussichtlich 27 Anlagen mit fast 700 Kilowatt in Betrieb sein. Florian Thoene geht von einem Kostenrahmen von insgesamt rund 870 000 Euro aus. Die bisher realisierten Anlagen konnten 2018 und 2019 durch Ausschreibungseffekte günstiger als geplant realisiert werden.

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