Spielhallen einen Riegel vorschieben

„Für viele Nutzer der Spielhallen ist Spielen an den Geräten zur Sucht geworden. Diese Sucht hat in nicht wenigen Fällen nicht nur über den Spieler, sondern auch über Freunde und über die Familie großes Leid gebracht“, betonte der UWG-Vorsitzende Friedhelm Schmitz. Ihm ist ein Gespräch in Erinnerung, in dem ein Sozialarbeiter, zuständig für Suchtfälle, sagte, dass die Auswirkungen der Spielsucht auf die Familie mit den Auswirkungen aus der Alkoholabhängigkeit vergleichbar seien. Der Wunsch vieler Bürger, der Politiker und der Verwaltung, in Harsewinkel Spielhallen nicht zuzulassen, sei nach Auffassung der UWG insbesondere auch aus den genannten Gründen sehr wichtig.

Schlechte Erfahrungen

„Die politischen Kräfte und auch die Verwaltung sind in der Frage der Ansiedlung und der Genehmigung von Spielhallen sehr eng an viele Gesetze gebunden. Wegen der negativen Auswirkung auf viele Spieler, wegen der schlechten Erfahrung aus dem Betrieb der Spielhalle an der Dr.-Pieke-Straße sollten alle Möglichkeiten genutzt werden, Spielhallenbetriebe in Harsewinkel zu unterbinden“, betont der UWG-Vorsitzende.

„Frico“ Schmitz argumentiert weiter: „Einnahmen der Stadt aus dem Spielbetrieb können kein Grund für die Zulassung von Spielhallen sein.“ Und auch da ist sich der Unabhängige sicher: „Das ist sicherlich nicht nur Meinung der UWG.“

Weitere Ansichten zur Genehmigungspraxis bei Spielhallen und dem Defizit in der Entscheidungsfreiheit lesen Sie in der Donnerstagsausgabe.

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