Sportlerumkleiden: Förderung fraglich
Bild: Aundrup
Die alten Sportlerumkleiden Ruggebusch in Marienfeld – der älteste Gebäudeteil wurde 1976 gebaut – sind in die Jahre gekommen. Ob die Sanierung und Erweiterung gefördert werden, steht indes noch nicht fest. Derzeit sieht es eher nicht danach aus.
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 Im Raum stand eine mögliche Förderung für die Sanierung und Erweiterung. Die Förderung sollte eigentlich über das Landesprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ abgewickelt werden. „Die Förderrichtlinien liegen noch nicht vor“, so Amsbeck-Dopheide. Die Verwaltung hakte daraufhin bei Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände NRW nach, ob sich das in Aussicht gestellte Landesprogramm ausschließlich an Sportvereine und -verbände richten soll oder auch an die Kommunen? Dazu äußerte sich die zuständige Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Andrea Milz: „Es sollen nicht nur Sportvereine und -verbände antragsberechtigt sein, die Eigentümer von Sportstätten sind, sondern auch die Vereine, die ihre Sportstätten langfristig von den Kommunen gemietet und gepachtet haben. Damit sind Sportstätten förderfähig, die zwar von den Verbänden eigenverantwortlich bewirtschaftet werden, aber im Eigentum der Kommune sind.“

Verweis auf andere Förderprogramme

Eine Änderung der Förderbedingungen stellt Milz erst zum Ende der Förderperiode, also wohl nach 2022 in Aussicht. Für kommunale Sportstätten verweist sie auf das Kommunal-Investitionsförderungsgesetz des Bundes, aus dem die Freibad-Sanierung gefördert wird, sowie auf Landesprogramme wie „Soziale Integration im Quartier“, das fürs Trockendock in Rede steht. Das Fazit der Bürgermeisterin: „Nach aktuellem Stand ist die anstehende Sanierung und Erweiterung der Sportlerumkleide Ruggebusch nicht förderungsfähig, weil sie nicht eigenverantwortlich von Schwarz-Weiß Marienfeld bewirtschaftet wird.“ In der Hauptausschusssitzung Mitte November hatte die Bürgermeisterin über die Kosten der Sportlerumkleide berichtet – das sind für einen Neubau rund 1,429 Millionen Euro und für den Anbau etwa 1,026 Millionen Euro. Der Hauptausschuss hatte Sabine Amsbeck-Dopheide gebeten, mit Vertretern von Schwarz-Weiß zu klären, ob sich der Verein in der Lage sieht, das vom Architekten kalkulierte Raumprogramm in eigener Regie umzusetzen, wenn die Stadt einen Zuschuss von gut 500 000 Euro gewähre. „Das entspräche dem seinerzeit bewilligten Zuschuss an den FC Greffen zur Sanierung der dortigen Sportlerumkleide“, so Amsbeck-Dopheide.

Erstellung in Eigenregie fraglich

Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide hatte bereits im November darauf hingewiesen, dass bei einer Übertragung des Umkleidegebäudes mit Vereinsheim auf Schwarz-Weiß Marienfeld zum eigenwirtschaftlichen Betrieb das Sportstättenförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen eine 100-prozentige Förderung der Baumaßnahmen ermögliche. Eine Übertragung auf den Verein wird im Übrigen auch von der Gemeindeprüfungsanstalt NRW im aktuellen Prüfungsbericht empfohlen. „Vor diesem Hintergrund hat ein Gespräch der Verwaltung mit zwei Vertretern des Vereins Schwarz-Weiß Marienfeld stattgefunden. Der Vorsitzende Jürgen Garnschröder hat zugesagt, im Vorstand beide Möglichkeiten zu erörtern“, teilte die Bürgermeisterin in der Ratssitzung mit. Die Erstellung in eigener Regie – wie in Greffen – sei problematisch, weil der Marienfelder Verein keine Mitglieder mit entsprechender Fachkunde habe, berichtete Sabine Amsbeck-Dopheide von ihrem Gespräch mit Jürgen Garnschröder. Gleichwohl solle auch das geprüft werden. Garnschröder werde zudem erörtern lassen, ob ein Pachtmodell zur Generierung der Fördermittel denkbar sei. „Insoweit bleibt jedoch abzuwarten, ob die Förderrichtlinien schon ein bereits längerfristig bestehendes Pachtverhältnis voraussetzen oder auch ein neu abgeschlossenes die Beantragung der Fördermittel zulässt“, so Sabine Amsbeck-Dopheide. Den Vertretern von Schwarz-Weiß Marienfeld sei bekannt, dass Ende Januar eine Stellungnahme eingegangen sein müsse, „wenn die Maßnahme in die Haushaltsplanberatungen einfließen soll“.

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