Stadt prüft Alternative zu Little Bird
Bild: Walkusch
Zur Vergabe von Kita-Plätzen will die Stadt Harsewinkel ein Online-Portal nutzen. Da das favorisierte Programm Little Bird aber nicht so schnell geliefert werden kann, besprechen die Mitglieder des Sozialausschusses nun die Alternative Kivan.
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Kritik am landesweiten Vertriebspartner von Little Bird, Regio IT, hatten zuletzt die Mitglieder des Sozialausschusses in Harsewinkel Ende März geübt. Die Politiker zeigten sich vor allem darüber verärgert, dass die Einführung des Internet-Portals für die Kommune eine so lange Vorlaufzeit benötige.

Regio IT erklärte daraufhin in einem Schreiben an die Stadtverwaltung, dass die Nachfrage so hoch sei, dass die Little Bird GmbH ein Projektbeginn frühestens zum 1. Oktober dieses Jahres zusagen könne. Unter Berücksichtigung der individuellen Regelungen des Kreises Gütersloh, der Einbindung der Kommunen ohne eigenes Jugendamt und der freien Träger benötige das Projekt zudem sechs Monate zur Einführung.

Die Harsewinkeler Verwaltung wurde in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses damit beauftragt, nach einem alternativen Online-Portal für Kinderbetreuungsangebote zu suchen – offenbar mit Erfolg. In der Sitzung am Donnerstag, 4. Mai, ab 17 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses steht das Programm Kivan zur Debatte. Bei einer Präsentation durch die vertreibende Firma Lecos mit Vertretern der Stadt Harsewinkel und des Kreisjugendamts sei ein positiver Eindruck von der Software gewonnen worden. Kivan werde zudem bisher in elf Kommunen von 185 Trägern mit 583 Einrichtungen eingesetzt.

Nach Angaben der Stadtverwaltung sei das Leipziger Unternehmen bereit, Kivan im Rahmen eines Pilotprojekts bis November dieses Jahres einzuführen. Dann könnte die Software zum Anmeldeverfahren 2018/19 eingesetzt werden. Die Erfahrungen könnten wiederum die Entscheidungsfindung auf Kreisebene beeinflussen. Für die Stadt Harsewinkel sei die einjährige Pilotphase kostenlos, heißt es in einer Vorlage zur nächste Sozialausschuss-Sitzung – vorausgesetzt, die Software wird darüber hinaus noch weiter eingesetzt. Dann wären Nutzung und Wartung kostenpflichtig. Sollte die Entscheidung nach der Testphase gegen Kivan ausfallen, müsste die Kommune auch die Projekteinführungskosten nach Aufwand zahlen.

Voraussetzung für die Einführung von Kivan ist laut Stadtverwaltung die Mitwirkung der Kindergarten-Träger. Mit diesen soll kurzfristig geklärt werden, ob sie bereit sind, das Projekt zu begleiten.

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