Stadt stellt erstmals Solar-Laternen auf
Bild: Aundrup
Freuen sich, dass sie in der dunklen Jahreszeit nun ohne Taschenlampe auf dem Fuß- und Radweg der Versmolder Straße unterwegs sein können: (v. l.) Michael, Tom und Steffi Birkholz, Greta und Sascha Buddenkotte sowie Christina Eichhorn-Hartmeyer.
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Mit Beginn der dunklen Jahreszeit wurden die Leuchten Anfang Oktober auf einer Länge von etwa 470 Metern rechtsseitig des Wegs installiert. „Im Gegensatz zu normalen stromnetzgebunden Leuchten mussten bei der Installation lediglich die Masten gesetzt und darauf der Leuchtenkopf montiert werden. Aufwendige Erschließungs- und Kabelverlegearbeiten waren nicht erforderlich und kompensieren die Mehrkosten der Leuchtenbeschaffung“, so Gödde. Die UWG freut sich, dass sie sich mit ihrem Antrag durchsetzen konnte. „Jetzt kann man hier endlich auch in der dunklen Jahreszeit ohne Taschenlampe spazieren gehen“, so UWG-Ratsmitglied Christina Eichhorn-Hartmeyer. Das sehen auch ihr Fraktionskollege Sascha Buddenkotte und Familie Birkholz so, die an der Versmolder Straße wohnen. Auffälligstes optisches Merkmal der Laternen: der zunächst etwas überdimensioniert wirkende Leuchtenkopf, der an eine Platte erinnert. Dafür verantwortlich sind die auf der Oberseite angebrachten Photovoltaikmodule mit einer Leistung von 75 Watt und der eingebaute Batteriespeicher. Mit diesem können auch längere Phasen von mehreren Tagen ohne Ladung durch die Photovoltaikmodule überbrückt werden, so Gödde.

Warmweißes Licht

Um eine besonders angenehme und gleichmäßige Leuchtwirkung ohne Blendung und andere störende Effekte zu erzielen, kommt für die Solarleuchten ein warmweißes Licht zum Einsatz“, betont der Energieberater. Die solarbetriebenen Laternen sind derzeit noch nicht komplett aufgeladen, so dass sie noch nicht ihre volle Strahlkraft entwickelt haben. Das Problem erledigt sich aber von allein, wenn die Sonne mal wieder kräftig scheint. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 16 000 Euro. Peter Gödde rechnet hoch: Bei jährlich rund 3000 Vollbetriebsstunden entstehe gegenüber einer vergleichbaren netzgebundenen Straßenbeleuchtung ein wirtschaftlicher Vorteil durch den vermiedenen Strombezug. Zusätzlich würden zwischen 300 und 400 Kilogramm CO 2 pro Jahr eingespart.

Tempo-70-Schild soll versetzt werden

Jetzt hat die UWG noch einen Wunsch: Das Tempo-70-Schild sollte möglichst ein paar Meter versetzt werden – hinter die Bushaltestelle, um noch mehr Sicherheit zu gewährleisten.

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