Städtisches Obst darf gepflückt werden
Bild: Darhoven
Kostenlos dürfen die Früchte von den städtischen Obstbäumen in allen drei Ortsteilen geerntet werden: Umweltberater Guido Linnemann macht auf dieses schmackhafte Angebot mit einem prall gefüllten Obstkorb aufmerksam.
Bild: Darhoven

„Kaum jemand weiß von dieser kostenlosen Möglichkeit. Und deswegen freuen sich oft wenigstens die Tiere über das Fallobst am Wegesrand“, so Linnemann  in einem Pressegespräch zur Aktion „Obstwiesen und Obstbäume“ der Umweltschutzgruppe der lokalen Agenda. Ort des Geschehens war die Kölkebecker Straße, die längste öffentliche Obstbaumstraße in der Stadt.

120 Bäume am Wegesrand

Zahlreiche Obstbäume wurden vor mehr als 20 Jahren an verschiedenen Wirtschaftswegen in allen Ortsteilen als Kompensation für Eingriffe in die Natur durch verschiedene Baugebiete gepflanzt. Meist sind es alte Sorten, wie der Wiedenbrücker, die Sternrenette oder der rote Boskop.

„Natürlich sollte nur gepflückt werden, wenn man das Obst auch verwertet“, so Guido Linnemann. Bedenken, dass jemand mit dem Obst Geld verdienen könnte, hat er nicht. „Wenn jemand dafür etwas bezahlt, ist er doch selbst schuld, denn die Früchte sind ja kostenlos und für jedermann zur freien Verfügung.“

Bäume zum Vorzugspreis zu haben

Wer Interesse an Fall- oder Pflückobst hat, der wird in Harsewinkel an Markenweg, Kriegerstraße, Steenriek, Braake, Langer Esch, Steinhäger Straße, Prüske Egge, Pagenkamp, Im Vechtel, Kölkebecker Straße, Beller Heide, Greffener Landweg, Im Witten Sand, Obstwiese Brockhäger Straße und „Im Kirchspiel“ fündig. In Greffen an Rottweg, Schützenstraße und „Zum Kamp“ sowie in Marienfeld in Oester, Diekort und Südfeld.

Wer selbst Obstbäume pflanzen möchte, sollte sich mit Guido Linnemann (Telefon 05247/935197) in Verbindung setzen, denn bei ihm sind ab sofort Apfel-, Pflaumen- und Birnbäume zum Vorzugspreis erhältlich. Ein Halbstamm kostet zehn Euro, für einen Hochstamm mit heimischen Sorten werden 15 Euro fällig. Das Angebot läuft bis Ende September. Die Aktion „Ein Obstbaum für den Garten“ fand zuletzt 2005 statt.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie auf der Harsewinkeler Seite in der „Glocke“ vom 12. September.

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