Tausende stöbern, kaufen und schlemmen
Bild: Darhoven
Angebot: Marie Akgün (links) und Erika Kinder verwöhnten die Martinssonntag-Besucher.
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Sie boten auf der gesperrten Bielefelder Straße und dem „Schwarzen Diek“ ihre Waren an. Begleitet von schönstem Sonnenschein, schlenderten die Besucher durch die Tischreihen des Zweite-Hand-Kaufhauses unter freiem Himmel. Zeitweise gab es zwischen den Flohmarktständen kaum ein Fortkommen. „Alt, aber nicht wertlos“ war das Motto des regen Handels. Es wurde gefeilscht, was das Zeug hielt. Ob ein riesiges Puppenhaus, Omas alte Küchenlampe, Uropas Schnupftabakdose, Mutters regenbogenfarbene Kitschlampe, Spielzeug, Kinderbekleidung, Fahrräder, Sportgeräte, Vogelkäfige, Brautkleider und, und, und. In den meisten Fällen waren sich Anbieter und Käufer schnell einig – Glückseligkeit auf beiden Seiten. Während einige Besucher sichtlich genervt vom riesigen Andrang waren, schlenderten andere entspannt an den Verkaufstischen entlang oder wühlen in den unzähligen „Schatzkisten“ auf dem Boden.

Nicht nur die Sonne strahlt

 Zeit zum Stöbern, Entdecken und Genießen gab es auch auf der Postwiese bei den kreativen Hobbyhandwerkern und im Marienfelder Dorfkern während des verkaufsoffenen Sonntags. In dichten Reihen drängten die Besucher in die Geschäfte. Nach Herzenslust wurde am Büfett geschlemmt. Die Marienfelder Geschäftsleute, Standbetreiber und Flohhändler strahlten mit der goldenen November-Sonne um die Wette. Aus fast allen Ecken drang Musik. Gute Stimmung und Abwechslung waren spürbar Trumpf.

 Allen Grund zur Freude hatten auch die drei Gewinner des Luftballonwettbewerbs, den die Offiziere des Heimatvereins Marienfeld zum Auftakt des Kinderschützenfestes im Juni veranstaltet haben. Weil es an jenem Tag aber sehr regnete, wurden die angehängten Karten nass und zogen die Ballone schon nach kurzer Flugzeit wieder zu Boden, erklärte Hansi Himmerich von den Offizieren. Der erste Platz ging an Anna Brossmann (5) aus Marienfeld. Ihr Ballon wurde 13,3 Kilometer entfernt in Gütersloh gefunden. Rang zwei ging an Lorena Poppenborg (8), Marina Strobel (12) wurde Dritte.

 Mit Einbruch der Dunkelheit ritt schließlich der von den Kindern sehnlich herbeigewünschte St. Martin auf seinem Pferd vor. Eifrig brachten die Kinder ihre Laternen zum Leuchten.

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