Tausendfaches Helau in Harsewinkel
Bild: Darhoven
Helau! Das Prinzenpaar der Roten Funken, Martina I. und Detlef I. , und ihr Thron spendierten viele Bonbons.
Bild: Darhoven

Jecken aus nah und fern gerieten mit Blick auf den Erfindungsreichtum der Teilnehmer des bunten Lindwurms schier aus dem Häuschen. Die Organisatoren von den Roten Funken durften mehr als zufrieden sein: Der Umzug 2014 war eine Wucht.

Die Autokennzeichen auf dem Claas-Parkplatz machten es deutlich: Diese Karnevals-Parade war ein Magnet für alle Freunde des Frohsinns. Uwe Karzewski aus Sassenberg hatte seine Freundin Joyce aus Dubai eingeladen, um mit ihr zusammen den Umzug zu erleben. Die Angestellte eines Fünf-Sterne-Hotels im Wüstenstaat kam aus dem Staunen gar nicht mehr hinaus und stellte ihre Kamera auf Dauerbetrieb.

Besuch aus Kölle

 Dieter Stehl, der als Vizepräsident der Roten Funken zusammen mit Katja Brentrup das Geschehen launig vom Hubwagen aus moderierte, begrüßte auch noch andere Touristen. Dabei mussten sich Michaela und Frank aus Köln einige Frotzeleien anhören, denn Stehl stammt schließlich aus Düsseldorf. Der Konter der Jecken vom Rhein: „Ihr spielt ja hier den ganzen Tag unsere Lieder aus Kölle . . .“

Ob eine Truppe aus Rheda in Kuhkostümen, Familie Rudolph-Rauer aus Warendorf im Mexiko-Outfit, eine lustige Zwergen-Combo aus Gütersloh, ausgelassene Nonnen aus (dem Kloster) Marienfeld oder die Harsewinkelerinnen Christina und Nele als Pusteblumen: Die Gäste am Straßenrand bereicherten durch ihre Kostüme das bunte Treiben.

Everding statt Lanz

Im Zug selbst nahmen die Narren politische und gesellschaftliche Entwicklungen aufs Korn. „Die Briten fliegen leider in die Welt, und Marienfeld wird zum Bienenfeld“, dichtete die Karnevalsgesellschaft Heckerheide mit Blick auf die Zukunft des Flughafens. Der Karnevalsverein Lax schlug gar den ehemaligen Harsewinkeler Zugmarschall Reinhold Everding als Nachfolger von Markus Lanz bei „Wetten dass . . .“ vor und prognostizierte in dem Fall 98 Prozent Sehbeteiligung.

Zweimal kurvte der von 35 Ordnern und 120 Wagenbegleitern gesicherte Zug um den Alten Markt. Dann konnte getanzt werden, „bis zum Umfallen“, so Katja Brentrup. Für die Einheizer von den Landeiern, am Samstag noch in Münster im Einsatz, keine wirklich schwere Aufgabe.

SOCIAL BOOKMARKS