Theodor-Suer-Preis geht an Kreativgruppe
Bild: Aundrup
Freuen sich über die Auszeichnung: (v. l.) Resi Rekersdrees, Irmgard Schwöppe, Hedwig Meyer, Brigitte Schmitz, Elisabeth Osters, Friederike Vester, Hanne Dammann, der SPD-Vorsitzende Eckhard Wiesbrock, der der Überbringer der guten Nachricht war, Margret Schöne, Erika Kursawe und Marianne Frischemeier.
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 Für ihr Engagement wird ihnen jetzt der Theodor-Suer-Preis der SPD verliehen. Neun Vorschläge lagen den Jurymitgliedern Gottfried Dopheide, Günter Laumann, Bernhard Suer, Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide und dem SPD-Vorsitzenden Eckhard Wiesbrock vor. Für sie gab es keinen Zweifel: „Die Kreativgruppe hat den Preis verdient“, betont Eckhard Wiesbrock, der den elf Frauen am Donnerstag die gute Nachricht überbringt. „Damit haben wir nicht gerechnet“, sagt Brigitte Schmitz. Sie strahlt dabei übers ganze Gesicht.

20 Basare auf die Beine gestellt

Hunderte Socken, Ketten, Puppen, Weihnachtsdeko, Tischdecken, Taschen, Schürzen, Schals, Stirnbänder, Krippen, Adventskränze: „Wir machen alles, was gerade aktuell ist“, erzählt Erika Kursawe. Margret Schöne berichtet von den Fahrten zur „Creativa“ in Dortmund: „Dort holen wir uns die Anregungen.“ Die seit 1987 bestehende Gruppe hat schon gut 20 Basare auf die Beine gestellt – und damit rund 12 000 Euro zusammenbekommen. „Wir spenden das Geld nicht an irgendwelche Organisationen, sondern an Bedürftige und Einrichtungen in Harsewinkel“, erzählt Brigitte Schmitz. Alle Kindergärten sind bereits bedacht worden. Die aktuellen Stoffpüppchen gehen an den Awo-Kindergarten „Findikus“.

Spende an bosnische Flüchtlinge

Die kreativen Frauen haben aber auch schon der Lebenshilfe mit Möbeln, der Gütersloher Tafel, den Schwägerinnen Ilse und Margret Specht sowie der Libanonhilfe unter die Arme gegriffen. „Beim Mittagstisch in der Kardinal-von-Galen-Schule haben wir Kinder unterstützt, die sich das Essen sonst nicht hätten leisten können“, erzählt Margret Schöne. Die Liste der guten Taten ist lang, sehr lang. „Wir haben auch vielen Einzelpersonen geholfen. Zum Beispiel haben wir einem Mädchen eine Delfin-Therapie finanziert“, berichtet Brigitte Schmitz, die auch an die spektakulärste Spendenaktion erinnert: „Den bosnischen Flüchtlingen, die in den Claas-Baracken untergebracht waren, haben wir Unterwäsche, Regenschirme, Wolle, und vieles mehr besorgt. Mit den Kindern haben wir zusammen in der Stadt Schuhe eingekauft.“ Interessenten, die sich in der Kreativgruppe engagieren wollen, sind willkommen. Gebastelt wird donnerstags von 9 bis 11 Uhr im Heimathaus.

Weitere Hintergründe zum Theodor-Suer-Preis erfahren Sie in der Freitagsausgabe.

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