Vermisster Harsewinkeler (82) tot aufgefunden
Bild: Aundrup

Ein als vermisst gemeldeter 82-jähriger Mann aus Harsewinkel ist in der Nacht von Montag auf Dienstag vermutlich erfroren. Der an Demenz erkrankte Mann war am Montagabend aus dem Harsewinkeler St.-Lucia-Hospital verschwunden. Am Dienstagmorgen wurde er leblos in Harsewinkel gefunden.

Bild: Aundrup

Der an Demenz erkrankte Mann war seit dem Montagabend mit seinem Rollator zu Fuß unterwegs, teilte die Polizei am Dienstag mit. Mehrere Streifenwagen und auch ein Hubschrauber der Polizei waren im Einsatz, um den Vermissten zu finden. „Der Hubschrauber mit Wärmebildkamera war zweimal in der Nacht im Einsatz“, sagte eine Sprecherin der Kreispolizeibehörde Gütersloh.

Gegen 7.30 Uhr am Dienstag habe es dann eine Meldung von einer Passantin gegeben. Die hatte eine leblose Person an der Oesterweger Straße in Harsewinkel, also nur rund einen Kilometer vom Hospital entfernt, gefunden.

„Fremdverschulden können wir nach jetzigem Stand ausschließen“

Tatsächlich handelte es sich dabei um den vermissten 82-Jährigen. Er lag zwischen Sträuchern. Herbeigerufene Rettungskräfte konnten allerdings nur noch den Tod des Mannes feststellen.

„Fremdverschulden können wir nach jetzigem Stand ausschließen“, führte die Polizeisprecherin weiter aus. Allem Anschein nach sei der Mann bei den frostigen Temperaturen in der Nacht erfroren.

Stellungnahme zum tragischen Todesfall

Zum tragischen Todesfall des 82-Jährigen äußert sich auch Alexa Werner, Pressesprecherin des St.-Elisabeth-Hospitals Gütersloh, zu dem das Harsewinkeler Krankenhaus gehört: „Wir bedauern diesen tragischen Vorfall sehr, der sich in einer der kältesten Nächte des Jahres ereignet hat. Unser tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie.“ Der Patient sei erst am Mittwoch aus einem anderen Krankenhaus in die Harsewinkeler Klinik für Geriatrie verlegt worden, die nicht über eine geschlossene Station verfüge.

„Ein erhöhtes Risiko war für uns nicht erkennbar“

„Als der Patient zu uns kam, war ein erhöhtes Risiko für uns nicht erkennbar“, so Werner. Und weiter heißt es in der Presseerklärung: „Nachdem bekannt wurde, dass der unter fortgeschrittener Altersdemenz leidende Mann das Hospital verlassen hat, haben wir mit der Polizei alle Suchmaßnahmen eingeleitet, die möglich waren. Neun Streifenwagen, ein Suchhund und ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera waren im Einsatz. Auch die Polizei hat uns bestätigt, dass wir alle Möglichkeiten der Suche ausgeschöpft haben.“

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