Vier Spielplätze werden gestrichen
Bild: rerick
Der Spielplatz an der Allensteiner Straße wird bald dem Erdboden gleich gemacht und mit Rasen eingesät.
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Bauland, wie ursprünglich geplant, wird dort jedoch nicht geschaffen. Die Politiker plädierten dafür, die Flächen in Grünland zu verwandeln. Die Vertreter aller Parteien waren sich einig, aus den Spielplätzen kein Bauland zu machen. Jörg Möllenbrock (CDU): „Verkaufen können wir die Grundstücke schließlich nur einmal. Die Geräte können wir ja noch auf anderen Spielplätzen nutzen. Die Flächen können mit Rasen eingesät werden und möglicherweise von den Kindern auch als Bolzfläche genutzt werden.“ Peter Grundmann (SPD) gab zu bedenken, dass sich die Struktur in den Gebieten ändern könne, wenn junge Familien nachwachsen: „Dann könnten wir die einstigen Spielplätze wieder reaktivieren.“ Das sieht Margret Kaldeweide (UWG) auch so: „Nach Alt kommt Jung.“

Hans Schlee übernimmt Patenschaft

Ursprünglich sollten nicht nur vier, sondern sieben Spielplätze geschlossen werden. Auch die Plätze am Ravensburger Weg, an der Reichenbacher Straße und am Schwarzen Weg standen auf der Kippe. Sie wurden aber nach den plausiblen Eingaben der Anwohner wieder von der roten Liste gestrichen. Die Anlieger der Allensteiner Straße kamen mit ihrer Unterschriften-Aktion etwas zu spät. Ihren Antrag, den Spielplatz zu erhalten, bekamen die Politiker erst in der Sitzung zu Gesicht. „In diesem Wohngebiet sind fünf Spielplätze – nach der Schließung sind es noch vier. Das sollte reichen“, betonte Jörg Möllenbrock. Gunhild Hinney (SPD) erinnerte an die hohen Sanierungskosten in Höhe von 25 000 Euro, die bei einer Aufrechterhaltung anfallen würden. Hinzu komme der hohe Pflegeaufwand. „Die Kinder können auch 100 Meter weiter auf dem Spielplatz am Maximilian-Kolbe-Weg herumtollen“, betonte die Sozialdemokratin. Der Spielplatz „An der Wippe“ wird nicht aufgegeben. Im Sanierungsfall werden aber keine neuen Geräte angeschafft. Angeregt wurde auch eine ehrenamtliche Pflege der Plätze. Hans Schlee geht an der Reichenbacher Straße mit leuchtendem Beispiel voran. Er übernimmt die Patenschaft.

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