Vor einem halben Jahrhundert konfirmiert
Bild: Poetter
Zur Diamantenen und Goldenen Konfirmation gratulierten Marlies Ibrügger (hinten links) und Pfarrer Jörg Eulenstein (hinten 2. v. r.) den Jubilaren in der Martin-Luther-Kirche.
Bild: Poetter

  Für den festlichen musikalischen Rahmen sorgte der neunköpfige Posaunenchor. Für die Konfirmanden der Jahre 1955/1956 und 1965/1966 sei dieser Tag ein Moment der Besinnung und des Dankes an die gewesen, die das Leben begleitet und bereichert hätten, sagte Pfarrer Jörg Eulenstein. „Die Zeiten haben sich geändert“, erinnerte er an die Nachkriegszeit, die sich mit dem Leben von heute nicht vergleichen lasse. Zehn Jahre nach dem Krieg habe man alte Sachen noch umgenäht. Und auch die Geschenke zur Konfirmation seien längst nicht so üppig gewesen wie heute. „Für Sie ist heute auch ein Tag der Besinnung, darüber nachzudenken, was im Leben gelang und wo man gescheitert ist“, erklärte er. Was Bestand habe, sei die mit der Taufe beginnende Begleitung Gottes. Im Anschluss an den Gottesdienst trafen sich die Jubelkon-firmanden im Gemeindehaus, um den Tag mit einem gemeinsamen Mittagessen ausklingen zu lassen.

Fotos machen die Runde

Die Tische waren festlich gedeckt. Für das Festessen – Putengeschnetzeltes mit Reis und Salat – waren diesmal Theo Voogdt, Bernd Wenderoth und Manfred Lindahl zuständig. Schon am Samstag hatten die Männer mit den Vorbereitungen begonnen. Sie habe zum ersten Jahrgang gehört, der in der 1954 erbauten Martin-Luther-Kirche vom damaligen Pfarrer Martin Johanningmeyer konfirmiert wurde, erzählte die heute in Gütersloh lebende Renate Horsmann: „Wir haben viel gelernt.“ Die auswendig gelernten Lieder singe sie noch heute gern. Auch Karin Hörnschemeyer denkt gern an den Tag ihrer Konfirmation zurück. Da sei es weniger um Geschenke gegangen („Vom Großvater gab es eine alte Uhr“), sondern vielmehr um ein gutes Essen im Kreis der Familie. An eine wunderbare Familienfeier erinnert sich auch Renate Stricker: „Für uns war das ein Anlass zum Wiedersehen – mit Verwandten aus dem Rheinland und aus Frankreich.“ Natürlich machten am Sonntag auch alte Fotografien die Runde: Mädchen in schwarzen Kleidern, Jungen in ihrem ersten Anzug. Es gab viel zu erzählen.

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