War Pfarrer 131 Jahre in Amt und Würden?
Bild: Aundrup
Ein Aprilscherz? Nein, ein fehlerhafter Druck unter dem Straßennamen Pfarrer-Hasker-Weg: Der Geistliche war nicht von 1822 bis 1953 als Geistlicher im Klosterdorf tätig, sondern nur von 1922 bis 1953, also 31 Jahre und nicht 131.
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Eine Amtszeit von 131 Jahren? Das kam so manch einem spanisch vor. „Die Geistlichen in Marienfeld scheinen sich hier sehr wohl zu fühlen und überdurchschnittlich alt zu werden“, war auf der Facebook-Seite „Tratsch in Harsewinkel“ zu lesen.

Neues Schild ist schon bestellt

Die Stadt ist vor wenigen Tagen auf den Fehler aufmerksam gemacht worden – und hat gleich gehandelt. „Ein korrigiertes Schild ist in Auftrag gegeben worden. Es wird aber noch einige Zeit dauern, bis das Schild geliefert wird“, machte Stadtarchivar Eckhard Möller gegenüber der „Glocke“ deutlich.

Stadtarchivar kennt die richtigen Zahlen

 Der Historiker nennt auch die korrekten Zahlen: Pfarrer Heinrich Hasker wurde am 7. Oktober 1874 in Zwillbrock im Münsterland geboren. In seinen Jugendjahren besuchte er das Paulinum zu Münster, das älteste Gymnasium Deutschlands, wie der Marienfelder Chronik von Walter Werland zu entnehmen ist. Zum Priester geweiht wurde er am 9. Juni 1900. Als Pfarrer in Marienfeld war er vom 31. Mai 1922 (und nicht 1822) an tätig – und zwar bis er sich am 2. März 1953 zur Ruhe setzte.

31 statt 131 Jahre

Seine Amtszeit im Klosterdorf dauerte also 31 Jahre (und nicht 131 Jahre). Aber selbst das ist eine lange Zeit. „Ich vermute, das lag daran, dass es in der Zeit des Zweiten Weltkriegs keine Nachwuchspfarrer gab“, sagte Stadtarchivar Eckhard Möller im Gespräch mit der „Glocke“. Im Klosterdorf beging Hasker 1950 auch sein Goldenes Priesterjubiläum mit einem Fackelzug, Klosterplatz-Illumination und einem Ständchen eines 100-köpfigen Chors, der von Hauptlehrer Bernhard Walzig für dieses Jubiläum besonders geschult worden ist. Gestorben ist der Geistliche am 31. Dezember 1957.

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