Warmer Winter bringt Bienen aus Rhythmus
Bild: Kaldewey
Der Vorsitzende des Harsewinkeler Imkervereins, Manfred Müller, zeigt Interessierten im Heimathaus alte Bienenwaben und den Prozess des Einlötens der Mittelwände.
Bild: Kaldewey

Auftakt war am Wochenende. Das Thema lautete: „Was machen die Bienen und die Imker im Winter?“. „Besonders in diesem Winter ist das Verhalten eigentlich nicht normal, da wir anfangs untypisch hohe Temperaturen hatten. Normalerweise sind die Bienen im Winter sehr ruhig“, erklärt der Vorsitzende des Imkervereins, Manfred Müller. „Doch weil es so warm war, sind die Tiere aus dem Rhythmus gekommen und sammeln teilweise sogar noch Nektar.“ Um das Verhalten der Bienen zu verdeutlichen, konnten die Interessierten die Bienenkästen der Familie Lange am Tecklenburger Weg besichtigen. Außerdem wurde ihnen anschließend im Heimathaus vermittelt, wie Mittelwände für den Wabenbau eingelötet werden. Und sie konnten auch selbst Hand anlegen. „Besonders interessant ist zu sehen, in welchem Ausmaß sich das Bienenvolk von diesem Zeitpunkt bis zum Frühling entwickelt. Zur Winterzeit arbeiten wir Imker ja mit der kleinsten Bienenanzahl. Man wird erstaunt sein, wie groß das Volk im Frühling ist“, betont Thomas Nübel vom Imkerverein. „Die Winterzeit ist die ruhigste Zeit für uns. Die Stöcke müssen aufgestockt und die Waben eingesetzt werden.“ Manfred Müller ging auf die Technik des Einlötens ein: Eine Wachsplatte mit vorgegebenem Wabenmuster wird auf ein vorgedrahtetes Holzgestell gelegt. Das Ganze wird erhitzt, so dass sich Wachs und Draht miteinander verbinden. So entsteht eine Mittelwand. Die neue Wabe kann dann direkt in den Bienenkasten eingesetzt werden, wie Manfred Müller deutlich machte. Zum Abschluss wurde ein Film zum Thema Bienen gezeigt. Der nächste Veranstaltungstermin ist voraussichtlich im März und beschäftigt sich mit der Durchsicht des Bienenvolks nach dem Winter. „Einen genauen Termin können wir jedoch noch nicht angeben, da wir uns und natürlich auch die Bienen nach dem Wetter richten müssen“, so Müller.

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