Weniger Delikte in Harsewinkel

Während Diebstähle oder Sachbeschädigungen an Autos deutlich zurückgingen, verzeichneten die Beamten aber mehr Rohheits- und Sexualdelikte sowie Gewaltkriminalität. Auch wurden weniger Fälle aufgeklärt. Die Aufklärungsquote lag 2009 mit 562 Fällen bei 38,67 Prozent und 2010 mit 481 aufgeklärten Delikten nur noch bei 37,73 Prozent.

Diebesbanden gefasst

Auffällig im Zahlenwerk: Besonders die Sachbeschädigungen an Autos (von 166 auf 63 Fälle), die Diebstähle (von 888 auf 723) und Wohnungseinbrüche (von 88 auf 49) gingen in Harsewinkel zurück. „Das kann auf verschiedene Gründe zurückgeführt werden. Diebesbanden konnten gefasst werden. Sie sitzen jetzt ein und können nicht mehr straffällig werden. Außerdem wandern die Kriminellen gern von einem Ort zum anderen. Dadurch dass der polizeiliche Druck in Harsewinkel erhöht wurde, sind die Straftäter einfach weitergezogen“, erklärte Polizei-Pressesprecherin Corinna Koptik das Phänomen.

„Die Lage ist wieder ruhig“

Kaum Einbrüche gab es 2010 auch in den Harsewinkeler Schulen. Das führt Ordnungsamtsleiter Ewald Lüffe  auf die seit 2007 installierten Videokameras und die Stadtwacht zurück. „Während die Vorfälle zwischenzeitlich auf null gefahren werden konnten, gab es im vergangenen Sommer wieder einen leichten Anstieg durch Einbrüche im Gymnasium. Seitdem auch im hinteren Bereich der Schule Kameras angebracht wurden, ist die Lage aber wieder ruhig“, freute sich Lüffe über den Erfolg der Maßnahme.

Rauschgiftkriminalität sinkt

Während die Fahrraddiebstähle (minus 55) und die Rauschgiftkriminalität (minus 31 Fälle) eingedämmt werden konnten, verzeichnet die Polizei einen Anstieg bei Rohheitsdelikten (ein Plus von 40 Fällen bei Raubüberfällen, Körperverletzung und Co.). Und auch die Gewaltkriminalität (ein Plus von 23 Fällen bei Mord, Totschlag und mehr) sowie die Sexualdelikte (plus sechs Fälle) nahmen in Harsewinkel zu.

Alle Zahlen zur Kriminalitätsstatistik für Harsewinkel lesen Sie in der Dienstagsausgabe.

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