Wildbienenhotel in bunter Nachbarschaft
Für den Schutz von Wildbienen machen sich Mitglieder des Vogelvereins Harsewinkel stark: (v. l.) Ralf Pollmeier, Friedhelm Engbert, Dieter Birwe, Frederik von Roje und Sebastian Bernitt haben ein Insektenhotel im Bereich des Tecklenburger Wegs gebaut.

Bernitt, Wellensittich-Züchter und Mitglied im Vogelschutz- und Zuchtverein, hat für seine rund zwei Meter hohe „Wohnstätte“ glatte Harthölzer wie Eiche und Esche verwendet, einen Lehmklotz integriert und die Fassade mit Brombeersträuchern verziert. Besonders glücklich werden die verschiedenen Wildbienenarten darüber sein, dass das neue Hotel inmitten eines Grünflächenareals in der Nähe vom Tecklenburger Weg aufgestellt wurde – in direkter Nachbarschaft zu Lavendel, Mohn, Zitronenmelisse, Frauenmantel, Mauerpfeffer, Salbei und diversen Sträuchern.

„In vielen Insektenhotels, die angeboten werden, finden sich beispielsweise Tannenzapfen. Da lebt maximal aber nur eine Spinne drin und die muss man nicht dringlich schützen. Uns geht es ja um die Wildbiene“, so Sebastian Bernitt. Gern von verschiedenen Bienen- und Wespenarten genutzt würden die seitlich angebrachten Brombeerstöcke. Der Lehmklotz werde dagegen vorrangig von Mauerbienen angesteuert. Viele Arten der Wildbiene seien bereits ausgestorben oder fänden sich als „stark gefährdet“ auf der Roten Liste, sagt Sebastian Bernitt.

Während die hochgezüchtete Honigbiene als Nutztier im Volk in einer sozialen Einheit beim Imker lebe, treffe sich die allein lebende Wildbiene nur zu Paarung mit Artgenossen. Auch wenn man als Verein vorrangig Vogelzucht- und -schutz verfolge, so läge allen Mitgliedern auch der Naturschutz am Herzen, betont Vereinssprecher Dieter Birwe.

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