Zwei Männer, eine Mission: die Inklusion
Foto: Grund
Die Preisträger und ihre Gratulanten: (v. l.) Regina Meißner-Schlömer, Sonja Bolte, Günter Austermann, Renate Müterthies, Dieter Fels, Ralf Dräger und Sabine Amsbeck-Dopheide mit dem Konterfei von Theodor Suer vor dem Heimathaus.
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Und zwar von der SPD mit dem  Theodor-Suer-Preis. Bei Sonnenschein nahmen der Harsewinkeler und der Greffener die mit jeweils 500 Euro dotierten Ehrungen aus den Händen des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Ralf Dräger entgegen. 

Verleihung unter freiem Himmel

Aufgrund der Corona-Verordnung fand die 20. Verleihung unter freiem Himmel vor dem Heimathaus in Harsewinkel statt. Die Wahl der Jury, die aus Theo Suer junior, Renate Müterthies, Sonja Bolte und Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide besteht, fiel in diesem Jahr auf Günter Austermann und Dieter Fels. Ralf Dräger stellte die wichtige Bedeutung des Ehrenamts „als Kitt der Gesellschaft“ heraus.

Geehrte spenden ihr Preisgeld

Dieter Fels wird sein Preisgeld den Mitgliedern des ehrenamtlich privat geführten Freundeskreises für Behinderte in Greffen spenden, wie er sagte. Günter Austermann reicht seinen Anteil an die Lebenshilfe, ein Selbsthilfeverband für Menschen mit geistiger Behinderung, weiter. „1987 hatten Gastwirt und Servicekräfte des Kastanienkrugs die Idee, mit den Trinkgeldern der Gäste eine Weihnachtsfeier für behinderte Menschen in Greffen auszurichten“, erinnerte Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide in ihrer Laudatio auf Dieter Fels an die Anfänge des Zusammenschlusses. 

In Greffen  ist  das bereits gelebte Praxis gewesen, bevor man das Inklusion genannt hat

Gründungsmitglieder des Freundeskreises waren Ute Beckmann, Maria Grünebaum, Maria Kampelmann, Mathilde Linnemann, Bernhardine Pennekamp, Klara Turwitt, Bernhard Schulz, Peter Winnen, Albert Luchtefeld und Dieter Fels. Bis zum Ausbruch des Coronavirus bestimmten Ausflüge, Feste und Reisen das Jahresprogramm des Clubs. Sabine Amsbeck-Dopheide betonte, dass es wichtig sei, dass die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben allen Menschen mit Behinderung ermöglicht werde. In Greffen sei das bereits gelebte Praxis gewesen, bevor man das Inklusion genannt habe.

Vielseitiges ehrenamtliches Wirken  von Günter Austermann gewürdigt

Die Laudatio auf den seit 2007 amtierenden BSV-Präsidenten Günter Austermann hielt Regina Meißner-Schlömer als stellvertretende Bürgermeisterin. Damit würdigte sie dessen vielseitiges ehrenamtliches Wirken rund um die Vereinsführung, aber auch das seit März 2007 bestehende Integrative Schützenfest mit behinderten und nichtbehinderten Teilnehmern. Diese Veranstaltung sei einmalig in Deutschland. Günter Austermann betonte, dass er den Theodor-Suer-Preis nicht als Ehrung für ihn als Einzelperson verstanden wissen möchte, sondern für den BSV, insbesondere für das Team, das hinter dem Integrativen Schützenfest stehe. Man sei mit den Bewohnern der Lebenshilfe im Laufe der Jahre immer enger zusammengewachsen, denn man wolle nicht über Inklusion reden, „sondern einfach machen“.

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